Laut Fachverband Metall NW hält die Skepsis der metallhandwerklichen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen weiterhin an. Das zeigten die Ergebnisse des aktuellen Konjunkturblitzlichts. Demnach werde die aktuelle Lage leicht schlechter und die Aussicht – zumindest bei den feinwerkmechanischen Unternehmen – etwas besser eingeschätzt.
„Die Frustration über die Lippenbekenntnisse der politisch Handelnden zum Bürokratieabbau, ein sich weiter verschärfender Preiswettbewerb, die ungelösten Herausforderungen beim Fachkräfte- und Nachwuchsbedarf und nicht zuletzt erste Anzeichen einer Verknappung der Kredite lassen keine positive Stimmung im Metallhandwerk aufkommen“, kommentiert Geschäftsführer Stephan Lohmann die Halbjahresbilanz.
Leicht aufgehellte Stimmung
Demzufolge bezeichnet einer von zehn metallhandwerklichen Unternehmen die aktuelle wirtschaftliche Lage als nicht ausreichend. Mehr als jedes dritte Unternehmen empfindet sie als gut und besser. Trotz nahezu unverändertem Auftragsbestand hat sich die Stimmung über die ersten drei Monate hinweg leicht aufgehellt. Zwar sehen nach wie vor gut 40 Prozent der Metaller skeptisch ins laufende Jahr, zu Jahresbeginn waren es jedoch mehr als 57 Prozent. Nach wie vor problematisch ist die Investitionsneigung im Metallhandwerk. Gerade mal ein Drittel der metallhandwerklichen Unternehmen plant umfangreichere Investitionen in 2024, heißt es in einer Mitteilung.
„Gerade die unproduktiven, aber teures Personal bindenden bürokratischen Hemmnisse á la Lieferketten- oder Hinweisgeberschutzgesetz lassen unsere Mitgliedsunternehmen an der Zukunft zweifeln. Auch die vielleicht nicht unmittelbar die Breite des Metallhandwerks betreffende Nachhaltigkeits- oder die ESG-Berichterstattung bei den Kapitalgebern werfen düstere Schatten“, so Lohmann.
