Der Handelsverband Deutschland (HDE) mahnt die künftige Bundesregierung zur Steigerung der Attraktivität einer Ausbildung und warnt vor den Folgen einer Mindestlohnanhebung. Wie die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigten, haben im vergangenen Jahr mit 470.900 insgesamt weniger junge Menschen in Deutschland eine Ausbildung begonnen als noch im Vorjahr. Die Zahl der Ausbildungsverträge ging um 1,8 Prozent zurück.
Bedeutung der Ausbildung nicht aus dem Blick verlieren
„Der Einzelhandel ist eine der ausbildungsstärksten Branchen in Deutschland und dringend auf Fachkräftenachwuchs angewiesen. Die künftige Bundesregierung darf die Bedeutung der Karriere mit Lehre nicht aus dem Blick verlieren und sollte sich für die Ausbildung einsetzen“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Die Ausbildungsbereitschaft und -beteiligung der Handelsunternehmen sei hoch. Allerdings müssten auch die politischen Rahmenbedingungen ihren Beitrag dazu leisten, die duale Ausbildung für junge Menschen attraktiv zu machen. „Wenn der Mindestlohn steigt, kann der direkte Eintritt in den Arbeitsmarkt für junge Menschen auf den ersten Blick attraktiver erscheinen als eine Ausbildung“, so Genth weiter.
