HDE passt Jahresumsatzprognose für den Einzelhandel an.
Konsumenten beobachten die Preisveränderungen und passen ihr Einkaufsverhalten an, sagt der Verband. (Quelle: Pixabay)

Fachhandel 2023-07-07T07:01:16.258Z HDE passt Jahresumsatzprognose für den Einzelhandel an

Angesichts der nach wie vor hohen Inflation passt der Handelsverband Deutschland (HDE) seine Umsatzprognose für den Einzelhandel an. Die neue Prognose geht im Vorjahresvergleich von einem nominalen Plus von drei Prozent für 2023 aus. Das entspricht einem realen Minus von vier Prozent. Bisher prognostizierte der HDE ein nominales Plus von zwei Prozent und ein reales Minus von drei Prozent.

Zudem macht der Verband anhand aktueller Daten aus seinem Konsummonitor Preise deutlich, wie die Verbraucher mit der ungewohnt hohen Inflation umgehen. „Deutlich höhere Kosten für Energie und Wareneinkauf sowie ein schwacher privater Konsum haben den Einzelhandel im ersten Halbjahr unter Druck gesetzt. Die Rahmenbedingungen bleiben insgesamt schwierig. Über die gesamte Branche hinweg ist das kein schöner Zwischenstand. Insbesondere die nach wie vor hohe Inflation sorgt dafür, dass die Branche nicht richtig ins Laufen kommt“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Die insgesamt schwierige Lage zeigt sich auch in den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage unter rund 900 Handelsunternehmen.

Demnach rechnen 35 Prozent für das zweite Halbjahr mit Umsatzrückgängen. Für das Gesamtjahr geht nur gut jeder dritte Händler von im Vergleich zum Vorjahr steigenden Erlösen aus. Als eines ihrer absoluten Top-Themen nennen die Handelsunternehmen in der Umfrage die hohen Energiepreise. Auch die Auswirkungen der Inflation treffen die Verbraucher hart. Nach aktuellen Daten des HDE-Konsummonitors Preise hat ein Viertel Angst, nicht mehr mit dem Geld auszukommen.

zuletzt editiert am 07. Juli 2023
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