Eine Glasscheibe steht auf einem Gestell und wird von hinten grün beleuchtet, um mögliche Risse sichtbar zu machen. Quelle: Redaktion/kosi
Die Prüfung von Fensterglas erfolgt im optischen Verfahren, so wie hier im EGE-Werk in Verl. Quelle: Redaktion/kosi

Bauelemente

23. February 2021 | Teilen auf:

Helmut Meeth kooperiert mit Kompetenzzentrum Kaiserslautern

Noch erfolgt die Prüfung von Fensterglas im optischen Verfahren, also mittels Sichtung durch einen Experten. Doch das soll sich bald ändern: Mit Hilfe des Mittelstand Kompetenzzentrums Kaiserslautern soll eine künstliche Intelligenz (KI) als Innovationstreiber entwickelt werden, die die Glasprüfung übernimmt.

In der virtuellen KI-Ideenwerkstatt bei Helmut Meeth GmbH & Co. KG während des Lockdowns ging es darum, Technologien für eine digitalisierte und automatisierte optische Prüfung von Fensterglas zu entwickeln. Geeignete Technologien wurden von den KI-Trainern des Kompetenzzentrums vorgestellt und in enger Zusammenarbeit mit dem Fensterhersteller auf die praktische Anwendung geprüft. Diese werden nun unter Laborbedingungen in einer veranlassten Studie unter der Leitung des Meeth-Partners PSI Technics GmbH recherchiert. Die Anforderungen an das neue Verfahren wurden nach Unternehmensangaben vorab festgehalten und auf deren Basis ein Lastenheft erstellt. Dieses Heft beinhalte beispielsweise die Beschreibung der Glasfehler und deren Bewertung gemäß der Richtlinien des Bundesverbandes Fachglas.

Die künstliche Intelligenz in die Produktionskette zu integrieren garantiert nach Ansicht Meeths die Sicherstellung und Optimierung der Qualitätsansprüche. Als zuverlässige Kontrollinstanz könnten die innovative Technologie Mitarbeiter entlasten und Fehlerquellen des menschlichen Auges minimieren. „Die Zusammenarbeit mit dem Mittelstand Kompetenzzentrum hat uns sehr begeistert. Mit Hilfe der Ideenwerkstatt waren wir dazu in der Lage, ein solches Projekt ohne eigene F&E-Abteilung voranzutreiben. In effektiven Workshops entstand im Dialog mit den KI-Trainern ein Lastenheft, das als Grundstein für das weitere Projekt dient. So bleibt eine Idee nicht nur eine Idee“, sagt Meeth-Mitarbeiter Markus Jungbluth, Leitung der IT.