Gestern zog die Hettich-Unternehmensgruppe im Rahmen einer Pressekonferenz Bilanz für das Jahr 2025. So konnte der Hersteller von Möbelbeschlägen mit Hauptsitz in Kirchlengern im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro erzielen.
Gegenüber 2024 entspricht dies einem nominalen Rückgang von 2 Prozent. Bereinigt um Währungskurseffekte entwickelte sich der Umsatz sogar auf Vorjahresniveau.
Dabei bewegt sich der Anbieter in einem schwierigen Marktumfeld. Die deutsche Möbelindustrie verzeichnete laut Verbandsangaben im zurückliegenden Jahr ein Umsatzminus von insgesamt 3,4 Prozent. Dies war bereits der dritte Rückgang in Folge. Dabei schrumpfte der Heimatmarkt sogar um 4,4 Prozent, der Auslandsmarkt ging um 1,2 Prozent zurück.
Für die Hettich-Unternehmensgruppe ist es daher ein klarer Vorteil, dass der Auslandsanteil am Umsatz heute bei rund 79 Prozent liegt. Zum Jahresende 2025 beschäftigte das Familienunternehmen weltweit rund 8.200 Mitarbeitende, davon etwa 3.900 in Deutschland.
Stärkung der Position
Seit dem vergangenen Jahr betreibt das Unternehmen nach Angaben von Gesellschafter Dr. Andreas Hettich verstärkt Lobbyarbeit, um lokale Politiker beispielweise für das Thema der steigenden Rohstoffpreise zu sensibilisieren. Denn hier existiert in Europa ein starkes Ungleichgewicht bei den Produktions- und damit Wettbewerbsbedingungen.
Das Unternehmen berichtete weiter, dass im vergangenen Sommer im Rahmen einer Neuausrichtung der Stanzkapazitäten beschlossen wurde, eine Verteilung auf mehrere europäische Standorte vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund soll der Standort Berlin bis zum 31. Dezember 2026 schließen.
Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der kommenden Printausgabe des M&T Schloss + Beschlagmarkt, die am 29.4. erscheint.
