Nach dem Rekordjahr 2020 kann Holz-Land auch für 2021 positive Zahlen vermelden. So liegt der zentralregulierte Brutto-Umsatz für das Jahr 2021 bei knapp über 1,2 Milliarden Euro und damit um 18 Prozent über dem Vorjahr, teilt die Verbundgruppe mit. „Ein Betriebsvergleich des GD Holz hat ergeben, dass sich der durchschnittliche Umsatzanstieg in der Holzbranche auf etwa 16 Prozent beläuft. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Ergebnis sogar darüber liegen. Gleichzeitig wissen wir aber selbstverständlich um die Effekte der Preissteigerungen“, betont Holz-Land-Geschäftsführerin Nicole Averesch. Auch der Vorsitzende des Holz-Land-Aufsichtsrates, Dr. Josef Simmer, weist in der Mitteilung auf die Rolle der Preiseffekte hin. „Bis Jänner hätte ich mich über ein einmaliges Ergebnis gefreut. Heute sage ich, dass kein Ende der Preisrallye – in Österreich und anderswo – in Sicht ist, besonders im Holzbau.“
Die größten Umsatzanstiege gab es laut der Kooperation im Jahr 2021 in den Sortimentsbereichen Holzwerkstoffe (+ 34,5 Prozent), Massivholz/Hobelware (+28,6 Prozent) und Baustoffe (+ 24,9 Prozent). Kräftig zulegen konnten aber auch Bereiche wie Garten mit 16,5 Prozent und Boden/Wand/Decke mit 11,7 Prozent. Positive Umsatzentwicklungen habe es über alle Regionen hinweg gegeben. So konnten den Angaben zufolge beispielsweise die österreichischen Fachhändler ihren Brutto-Umsatz um mehr als 25 Prozent steigern, die Schweizer um über 19 Prozent und die deutschen Partner um 16 Prozent.
Der Online-Marktplatz www.holzland.de vereint inzwischen rund 70 Teilnehmende, die wiederum alle auch einen eigenen Händlershop haben. Der Brutto-Online-Umsatz habe sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. „Neben dieser positiven Entwicklung bei Online-Bestellungen und -Reservierungen konnten wir mit mehr als 18.000 Kontaktanfragen im vergangenen Jahr auch hier einen deutlichen Anstieg verzeichnen. Wir gehen daher von einem Brutto-Effekt in Höhe von 30 bis 35 Millionen Euro auf das Geschäft der Händler aus“, wird Christian Haltermann, Bereichsleiter Digitale Services, in der Pressemitteilung zitiert.
Für das Jahr 2022 rechnet die Dortmunder Kooperation erneut mit einer positiven Umsatzentwicklung. Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen durch die Ukraine-Krise und den daraus resultierenden Auswirkungen auf Lieferketten und Warenverfügbarkeit, etwa bei Schnittholz, Hobelware und Sperrholz, würden eine Einschätzung jedoch stark erschweren. „Es wird starke Lieferengpässe geben. Bei Sortimenten wie Parkett wird es zum Beispiel auf Kreativität und Flexibilität ankommen“, so Averesch.
