Luftaufnahme eines großen Fabrikkomplexes inmitten einer grünen Landschaft mit umliegenden Feldern und Wäldern.
In den vergangenen fünf Jahren investierte die Unternehmensgruppe insgesamt rund 240 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung ihrer europäischen Standorte. Hier beispielhaft das Internorm-Werk in Sarleinsbach. (Quelle: Internorm/Werk Sarleinsbach)

Bauelemente 2026-05-27T10:49:50.339Z IFN-Fensternetzwerk hat die Zukunft im Blick

Die österreichische IFN-Holding AG hat im Geschäftsjahr 2025 ihre Position in einem rückläufigen Marktumfeld behaupten können, so die Information während einer Pressekonferenz am 27.5.2026. Der Umsatz lag bei 799 Millionen Euro.

Bereinigt um Änderungen im Portfolio ergibt sich dabei ein Wachstum von 2 Prozent. Das EBIT stieg auf 24 Millionen Euro (+ 8 Prozent). Innerhalb der Gruppe entwickelten sich die Geschäftsbereiche – je nach Marktumfeld – sehr unterschiedlich. So musste Internorm beispielsweise ein Minus von 5,5 Prozent beim Umsatz verzeichnen.

Mit einer Eigenkapitalquote von 61 Prozent und einer Nettoliquidität von rund 110 Millionen Euro verfügt die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben über ein deutliches Fundament für weitere Expansionsschritte.

Die schwache Neubautätigkeit in Österreich sowie auch in Deutschland – in beiden Ländern tätigt das Netzwerk rund 60 Prozent des Umsatzes – bleibt die größte Herausforderung der Branche. Laut einer Studie von Euroconstruct wird sich der Markt jedoch mittelfristig wieder stabilisieren: Bis 2028 werden europaweit wieder rund 1,66 Millionen Wohnungen fertiggestellt (2025: 1,44 Millionen), so die Erwartung.

Unterschiedliche Märkte

Wachstum zeigt sich aktuell vor allem in einzelnen Märkten wie Spanien oder Irland, während zentrale Märkte weiter unter Druck stehen: Deutschland bleibt mit einem prognostizierten Rückgang der Wohnungsfertigstellungen von rund 15 Prozent zwischen 2024 und 2028 weiterhin unter Druck, während Österreich ebenfalls deutlich unter früheren Neubauzahlen liegt

„Wir sehen jedoch erste positive Signale im Markt, allerdings mit sehr großen Unterschieden zwischen den einzelnen Ländern. Genau deshalb ist unsere breite internationale Aufstellung heute wichtiger denn je“, erläutert Christian Klinger, Miteigentümer der IFN-Holding AG. „Unsere Diversifikation innerhalb Europas hilft uns dabei, Marktschwankungen besser auszugleichen.“

Vor allem die thermische Sanierung entwickelt sich dabei zunehmend zum wichtigsten Wachstumstreiber der Branche. Hohe Energiepreise, steigende Anforderungen an Energieeffizienz sowie der Wunsch nach mehr Versorgungssicherheit führen dazu, dass Investitionen in energieeffiziente Gebäudehüllen weiter an Bedeutung gewinnen, so die Einschätzung.

Kaufen und verkaufen

Mit dem Verkauf des Tochterunternehmens GIG will sich das Netzwerk stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren. Gleichzeitig soll die Übernahme des litauischen Unternehmens Roda die Lieferkette und die Präsenz vor allem in Nordeuropa stärken. „Wir bündeln unsere internationalen Kräfte und schaffen damit die Basis für nachhaltiges Wachstum innerhalb der Gruppe, betont Barbara Desl, Finanzvorständin IFN-Holding AG.

2025 belief sich das Investitionsvolumen auf 28 Millionen Euro, für das laufende Jahr sind rund 41,5 Millionen Euro in die Weiterentwicklung von Standorten, Innovationen und Zukunftstechnologien geplant.

zuletzt editiert am 27. Mai 2026
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