Ein Mann im Anzug sitzt auf einem Ledersofa mit einer malerischen Landschaft im Hintergrund.
Christian Klinger, Miteigentümer und Unternehmenssprecher: „Als IFN Holding AG werden wir uns in Zukunft sehr stark auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren. Diese liegen klar bei hochwertigen Fenster-, Tür-, Sonnenschutz- und Fassaden-Produkten, die vor allem im Wohnbau eingesetzt werden.“Ind (Quelle: IFN-Holding AG)

Bauelemente 2025-05-22T13:12:51.285Z IFN-Holding bleibt stabil

Die IFN-Holding AG konnte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 818 Millionen Euro erzielen. Dies entspricht bei einem leichten Rückgang von 3 Prozent beinahe dem Vorjahresumsatz. Die Unternehmensgruppe versteht sich als Netzwerk starker Partner für Komplettlösungen rund um Fenster, Türen, Sonnenschutz und Fassaden-Produkte.

Das Familienunternehmen beschäftigt insgesamt knapp 4.000 Mitarbeitende. Eine der größten Herausforderungen des vergangenen Jahres war die stark eingebrochene Neubautätigkeit. Betrachtet man die Anzahl der Wohnungsfertigstellungen, so konnte in Österreich innerhalb der letzten vier Jahre ein Rückgang von insgesamt 25 Prozent und in Deutschland von sogar 40 Prozent festgestellt werden. Die aktuellen Prognosen deuten auf eine weitere Stagnation hin. Auch der Fenstermarkt in der DACH-Region bestätigt diesen Trend: 2024 betrug der mengenmäßige Rückgang 5,4 Prozent, was einem wertmäßigen Rückgang von 10,6 Prozent entspricht.

„Obwohl wir bei unseren Margen im letzten Jahr doch nachgeben mussten, um unsere Werke auszulasten und unsere Mitarbeiter weiter beschäftigen zu können, ist es uns gelungen, ein positives EBIT von 22 Millionen Euro zu erwirtschaften“, berichtet der scheidende Finanzvorstand Johann Habring. Durch die hohe Eigenkapitalquote von 59 Prozent ist das Unternehmen finanziell sehr gut aufgestellt. „Wir haben in den letzten fünf Jahren über 245 Millionen Euro investiert – 27 Millionen Euro davon alleine im letzten Jahr für den Ausbau, die Erweiterung und die Modernisierung unserer Produktion. Die starke Finanzkraft erlaubt es uns, auch in schwierigen Zeiten in die Zukunft zu investieren, wenngleich wir im Moment bewusst auf Sicht fahren“, gibt sich die neue Finanzvorständin Barbara Desl optimistisch.

Unterschiedliche Entwicklung

Die Märkte Österreich und Deutschland machen derzeit gemeinsam mehr als die Häfte des IFN-Umsatzes aus (AT: 36 Prozent, DE: 20 Prozent). Die Schweiz und Italien folgen auf den Plätzen drei und vier. Erfreulich entwickelt haben sich vor allem die Unternehmen in Nordeuropa. So konnten sich Skanva (+9 Prozent) und Kastrup (+14 Prozent) über hohe Steigerungsquoten freuen. Ebenfalls bemerkenswert ist das überdurchschnittliche Wachstum der deutschen Tochter Neuffer, die ihren Umsatz im Online-Bauelemente-Geschäft um 51 Prozent steigern konnte. Europas führende Fenstermarke Internorm verzeichnete im letzten Jahr einen Rückgang von 13 Prozent. Bei allen anderen Tochergesellschaften – dem slowakischen Fenster- und Türenspezialisten HSF, dem österreichischen Spezialisten für außenliegenden Sonnenschutz, Schlotterer, dem Premium-Türenhersteller Topic aus Sarleinsbach und dem finnischen Fenster- und Türenhersteller Skaala, ergaben sich Rückgänge von 3 bis 10 Prozent.

zuletzt editiert am 22. Mai 2025
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