Industrieroboter in einer Fabrikhalle, die an der Karosserie eines Autos arbeiten.
Besonders betroffen ist die Automobilbranche, die seit rund zwei Jahren an Boden verliert. (Quelle: Lenny Kuhne, Unsplash)

Branche im Blick 2025-03-11T05:00:00Z IFO: Deutsche Industrie fällt im globalen Wettbewerb zurück

Die deutsche Industrie verliert nach eigener Einschätzung im internationalen Wettbewerb drastisch an Boden, meldet das Münchner IFO-Institut. 24 Prozent der befragten Unternehmen schätzten im Januar ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Ländern außerhalb der EU als gering ein. Auch der Wettbewerb innerhalb der EU wird härter – das gaben 21 Prozent an. Kaum ein Unternehmen sah seine Position gegenüber der weltweiten Konkurrenz verbessert, so das Institut.

Noch nie gesehener Einbruch

„Einen solchen Einbruch im internationalen Wettbewerb in derart kurzer Zeit haben wir bisher nicht beobachtet“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der IFO-Umfragen. Die Herausforderungen für die Industrie, im globalen Wettbewerb zu bestehen, seien gewaltig.

Der Verlust an internationaler Wettbewerbsfähigkeit zieht sich durch alle Bereiche der Industrie. Besonders betroffen ist die Automobilbranche, die seit rund zwei Jahren an Boden verliert. Auch in der Metall- und Chemieindustrie bleibt die Lage angespannt. Vergleichsweise stabil stehen die Getränkehersteller da – ihre Position im internationalen Wettbewerb hat sich zuletzt kaum verändert, heißt es in einer Mitteilung.

Wettbewerbsfähigkeit wieder stärken

„Die neue Bundesregierung muss dringend Bürokratie abbauen, Genehmigungsverfahren beschleunigen und Unternehmen steuerlich entlasten, um die Wettbewerbsfähigkeit wieder zu stärken. Gezielte Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel sind ebenso essenziell. Jetzt braucht es entschlossene Reformen, damit die deutsche Industrie im globalen Wettbewerb nicht noch weiter zurückfällt“, sagt Wohlrabe.

zuletzt editiert am 10. März 2025
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