Ein stilisierter Wachstums-Graph mit einer steigenden Kurve vor dem Hintergrund einer Weltkarte und verschwommenen Business-Silhouetten, der Erfolg und globale Geschäftsentwicklung symbolisiert.
Sowohl eine Revision vergangener Daten durch das Statistische Bundesamt als auch eine Neueinschätzung der konjunkturellen Grunddynamik in Deutschland haben zu einer verbesserten Wachstumsprognose beigetragen. (Quelle: geralt / Pixabay)

Branche im Blick 2026-09-11T13:00:00Z Ifo-Institut erhöht Prognose auf 1,4 Prozent Wachstum für 2026

Das Münchner Ifo-Institut rechnet in seiner aktuellen Prognose mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent für das laufende Jahr. Für das Jahr 2027 erwarten die Konjunkturforscher ein Wachstum von 1,2 Prozent, für 2028 von 0,8 Prozent. „Deutliche Impulse aus dem Ausland und die Mehrausgaben für Infrastruktur, Klima und Verteidigung in Deutschland verhindern stärkere Bremsspuren beim Wachstum durch den Energiepreisschock und das Niedrigwasser auf den Flüssen. Vor allem für die krisengeplagte Industrie zeigen sich Lichtblicke“, sagt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Damit setze sich die Erholung der deutschen Wirtschaft weiter fort.

Neueinschätzung der konjunkturellen Grunddynamik

Im Vergleich zur jüngsten Prognose hat das Institut die Wachstumsrate für das laufende Jahr um 0,6 Prozentpunkte und für das kommende Jahr um 0,4 Prozentpunkte angehoben. Dazu haben sowohl eine Revision vergangener Daten durch das Statistische Bundesamt als auch eine Neueinschätzung der konjunkturellen Grunddynamik in Deutschland beigetragen. In der aktuellen Prognose werden vor allem die konjunkturellen Schubkräfte – also die Impulse durch die Finanzpolitik und aus dem Ausland – stärker und die Bremswirkungen des Energiepreisschocks schwächer eingeschätzt.

Inflationsrate steigt

Laut Prognose wird die Inflationsrate in diesem und im kommenden Jahr auf 2,8 beziehungsweise 3,0 Prozent steigen. Erst im Jahr 2028 dürfte sich die Inflation mit 2,3 Prozent wieder in Richtung des Zielwerts der Europäischen Zentralbank bewegen. „Die durch Heizöl und Kraftstoff getriebene Inflation wird im weiteren Prognoseverlauf voraussichtlich sinken. Allerdings dürften vor allem die Verbraucherpreise für Strom und Gas im Winter nochmals steigen“, sagt Wollmershäuser. Insgesamt bleibe die Konsumkonjunktur aufgrund der hohen Inflation gedämpft.

zuletzt editiert am 11. September 2026
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