Ifo-Institut mit positiven Branchenausblick.
Die Aussichten für den Bau sind insgesamt betrachtet positiv, sagt das Ifo-Institut. (Quelle: Hans, Pixabay)

Bauwirtschaft

25. January 2023 | Teilen auf:

Ifo-Institut mit positivem Branchenausblick

Die Ergebnisse des Branchenausblicks für den deutschen und europäischen Bausektor im Zeitraum bis 2025 präsentierte das Ifo-Institut im Rahmen der BAU-Informationsgespräche am 24.1.2023.

Gestiegene Bauzinsen, hohe Realisierungskosten und wirtschaftliche Abkühlung – die Baubranche steht vor zahlreichen Herausforderungen. Erste Einschätzungen gibt eine europäische Marktanalyse, an der das Ifo-Instituts beteiligt war. Ludwig Dorffmeister, Fachreferent für Bau- und Immobilienforschung, stellte die Kernaussagen vor.

Nach den kräftigen Zuwächsen in den Jahren 2021 und 2022 (+ 5,8 Prozent und + 3,0 Prozent) bleibt der europäische Bausektor wohl von einem erneuten Rückgang verschont. Dieses und nächstes Jahr stagniert der Markt, 2025 wächst er mit gut einem Prozent nur langsam. Zu den Impulsgebern zählen dabei die staatlichen Modernisierungshilfen im Hochbau, teils beträchtliche Investitionsbedarfe im Wohnungs- und Infrastruktursektor sowie die ab 2024 wieder deutlich positiveren wirtschaftlichen Aussichten. „Der europäische Bausektor profitiert vor allem von der steigenden Baunachfrage in Frankreich, Spanien und Großbritannien. Dort liegen die Zuwächse zwischen zweieinhalb und knapp sieben Prozent. Insgesamt dürfte der Markt bis 2025 um rund 26 Milliarden Euro wachsen,“ erklärt Ludwig Dorffmeister.

Nach zwei verhaltenen Jahren wird die deutsche Bauleistung 2023 allenfalls schwach zunehmen. Immerhin dürfte der Nichtwohnhochbau nach der zurückliegenden Marktkorrektur im laufenden Jahr keine Einbußen mehr verzeichnen. Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung und nach dem Verdauen des Inflationsschocks legen der gewerbliche sowie der öffentliche Hochbau spätestens 2024 wieder zu. Für 2025 prognostiziert die Marktanalyse, dass der Umfang der Baumaßnahmen an neuen und bestehenden Nichtwohngebäuden hierzulande um rund ein Prozent größer sein wird als 2022.

zuletzt editiert am 25.01.2023