Ein großes Containerschiff im Hafen, beladen mit bunten Frachtcontainern.
Die Zollpolitik der US-Regierung sorgt weiterhin für große Unsicherheit. (Quelle: Pixabay)

Branche im Blick 2025-06-24T12:54:46.720Z Ifo-Institut: US-Zölle könnten Industrie schrumpfen lassen

Ein weiteres US-Zollpaket würde insbesondere die deutsche Industrie treffen. Das zeigen Simulationen des Ifo Instituts. Sollte Präsident Trump zum Ende der Zollpause die angekündigten Zölle verhängen, würde die deutsche Industrie mittelfristig um 2,8 Prozent schrumpfen.

Die US-Zölle würden vor allem die Auto- und Pharmaindustrie besonders hart treffen. Im Gegensatz zur Industrie würde die Wertschöpfung bei den Dienstleistern und in der Landwirtschaft gering, um jeweils 0,4 Prozent durch die US-Zölle wachsen.

„Sollte US-Präsident Trump seine Zoll-Ankündigungen tatsächlich umsetzen, wären die direkten Auswirkungen für die deutschen US-Exporte erheblich. Positive Effekte einer Handelsumlenkung in andere Märkte können die Verluste jedoch teilweise abfedern“, sagt Ifo Handelsexperte Andreas Baur.

Die Berechnungen basieren auf der Annahme, dass Trump die am 2. April verkündeten länderspezifischen Zölle nach der Verhandlungspause wieder einführt und für EU-Importe die im Raum stehenden Zölle in Höhe von 50 Prozent erhebt. Außerdem werden bei Pharma- und Elektronikprodukten sowie Stahl, Aluminium, Autos, Autoteile produktspezifische Zölle in Höhe von 25 Prozent angenommen. Mögliche Vergeltungszölle von Handelspartnern sind in den Berechnungen nicht berücksichtigt.

zuletzt editiert am 24. Juni 2025
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