Die deutsche Wirtschaftsleistung wird in diesem Jahr laut aktueller Prognose des Ifo-Instituts um 0,4 Prozent schrumpfen, nachdem im Frühjahr nur ein Rückgang um 0,1 Prozent erwartet worden war. 2024 sehen die Forscher eine Steigerung um 1,5 Prozent, zuvor hatten sie allerdings mit plus 1,7 Prozent gerechnet.
Die Inflation werde demnach langsam sinken; von 6,9 Prozent 2022 auf 5,8 Prozent in diesem Jahr und dann auf 2,1 Prozent 2024. „Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich nur ganz langsam aus der Rezession heraus“, sagt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Wegen der hohen Inflation sinkt der private Konsum in diesem Jahr um 1,7 Prozent. Erst 2024 wird er wieder zunehmen, um 2,2 Prozent.“
Die Bauinvestitionen würden noch schneller schrumpfen, nach minus 1,8 Prozent im vergangenen Jahr werden es minus 2,2 Prozent in diesem und minus 3,2 Prozent im Jahr 2024, so die Prognose der Forscher. Der Anstieg der Baupreise gehe demnach nur langsam zurück und die Kreditzinsen werden hoch bleiben, so dass sich die Nachfrage nach Bauleistungen weiter verringern wird. Das Verarbeitende Gewerbe dürfte laut Institutsangaben dank der hohen Auftragsbestände seine Produktion weiter moderat ausweiten und dann mit dem allmählichen Auslaufen der Lieferengpässe wieder deutlich kräftiger expandieren.
