Ein großes, historisches Gebäude mit gelber Fassade und mehreren Fenstern, umgeben von Bäumen und Bänken.
Die Gartenansicht des Münchner Ifo-Instituts. (Quelle: Ifo-Institut)

Fachhandel 2025-08-24T14:56:37.586Z Ifo-Umfrage: Unternehmen finden schwerer geeignete Fachkräfte

Das Problem, Fachkräfte zu finden, wird laut der jüngsten Ifo-Konjunkturumfrage für Unternehmen in Deutschland immer größer. Demnach bekommen 28,1 Prozent der Firmen zu wenig qualifizierte Arbeitskräfte, nach 27,2 Prozent im April. „Der Fachkräftemangel hat leicht zugenommen – und das trotz einer anhaltend schwachen Konjunktur“, sagt Ifo-Forscher Klaus Wohlrabe. Langfristig werde sich das Problem – auch aufgrund des demografischen Wandels – weiter verschärfen.

Viele Branchen betroffen

Laut Ifo-Institut bleibt in vielen Bereichen der Fachkräftemangel deutlich spürbar – besonders im Dienstleistungssektor. Dort meldeten zuletzt 33,7 Prozent der Unternehmen entsprechende Engpässe – ein leichter Anstieg gegenüber April (32,9 Prozent). Besonders groß ist der Bedarf in der Logistikbranche, wo über die Hälfte der Firmen (51,3 Prozent) Schwierigkeiten bei der Fachkräftesuche angibt, heißt es in der Mitteilung.

In der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung sind es demzufolge sogar 72,7 Prozent. Der hohe Fachkräftebedarf in diesem Berufsfeld spiegelt auch wider, wie viele Unternehmen auf Unterstützung beim Umgang mit bürokratischen Anforderungen angewiesen sind. Dagegen entspannt sich die Lage bei den IT-Dienstleistern zunehmend: Der Anteil sank auf 21,3 Prozent. Vor zwei Jahren lag er noch bei rund 50 Prozent, so das Institut.

Ausnahme Automobilsektor

In der Industrie ist der Anteil der betroffenen Unternehmen von 17,9 auf 19,3 Prozent gestiegen – trotz vielfach zurückhaltender Personalplanung. Besonders ausgeprägt ist der Mangel in der Nahrungsmittelindustrie (26,2 Prozent), bei Herstellern von Metallerzeugnissen (25,3 Prozent) und im Maschinenbau (22,5 Prozent). Eine Ausnahme bildet der Automobilsektor: Hier sank den Umfrageergebnissen zufolge der Anteil spürbar von 20,9 auf 14,5 Prozent – vermutlich eine Folge laufender Umstrukturierungen. Im Handel berichtet rund jedes vierte Unternehmen von Problemen, qualifizierte Stellen zu besetzen (Einzelhandel: 25,3 Prozent, Großhandel: 23,3 Prozent), teilen die Meinungsforscher mit.

zuletzt editiert am 24. August 2025
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