Internorm verstärkt seine eigenen Nachhaltigkeitsmaßnahmen und plädiert für einen globalen Kraftakt zum Klimaschutz. Der Anbieter wolle den Wohnraum „klimafit“ machen, einerseits, um die Emissionen zu reduzieren, und andererseits, um für Extremwetterereignisse besser gerüstet zu sein.
Zeit zu handeln
„Die Erde funktioniert wie ein Thermostat: Je mehr wir die Emissionen aufdrehen, desto wärmer wird es“, verbildlicht Internorm-Miteigentümer Christian Klinger die derzeitige Entwicklung. „Das Zeitfenster, in dem eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft für alle gesichert werden kann, schließt sich rapide. Mit dem derzeitigen Kurs bewegen wir uns auf eine Erderwärmung von drei Grad Celsius zu. Es ist definitiv Zeit zu handeln: auf persönlicher, nationaler, europäischer und globaler Ebene gleichermaßen“, fordert Klinger. Und: „Abhängig von der Intensität der Erwärmung werden sich Starkregenereignisse mengenmäßig intensivieren und zudem häufiger auftreten. Beides gilt es unbedingt zu vermeiden.“
Photovoltaik-Anlagen errichtet
Das Unternehmen selbst versuche, mit gutem Beispiel voranzugehen und erhöhe die eigenen Nachhaltigkeitsambitionen. Neben energieeffizienten Produkten zur Reduzierung der Emissionen im Gebäudesektor gehe es auch um die Energiebilanz im eigenen Haus. Dafür wurden an allen drei Internorm-Produktionsstandorten – Traun, Sarleinsbach und Lannach – Photovoltaik-Anlagen errichtet mit einer durchschnittliche Jahresleistung von 2,7 Millionen Kilowattstunden, teilt der Hersteller mit. Zudem bezieht die österreichische Firma mittlerweile nahezu 100 Prozent des unternehmensweiten Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen.
Sanierungsquote weiter steigern
„Es braucht die optimale Kombination aus nachhaltigen Energiequellen und energieeffizienten Gebäuden“, fasst Klinger zusammen. Für eine Reduktion der CO2-Emissionen im Gebäudesektor – im Sommer wie im Winter – müsse die Sanierungsquote weiter gesteigert werden. Hier liege nach wie vor enorm viel Potenzial: 40 Prozent des Energiebedarfs und 36 Prozent der energiebedingten Treibhausgasemissionen stammten in Europa aus Gebäuden.
Häuser „klimafit“ machen
Gleichzeitig könne der Wohnraum an die veränderten klimatischen Rahmenbedingungen angepasst werden. „Wir sollten unsere Häuser ,klimafit‘ machen, also energieeffizient und wetterfest zugleich. Das zukünftige Wohnen, im Sinne des Wohnkomforts und Klimaschutzes gleichermaßen, besteht aus einer gedämmten Gebäudehülle, autarken PV-Anlagen, Wärmepumpen zum Kühlen und Heizen und außenliegendem Sonnenschutz“, blickt Klinger voraus.
Wetterfestigkeit immer wichtiger
Wichtig sei zudem Wetterfestigkeit, um für die vermehrt auftretenden Extremwetterereignisse gerüstet zu sein, beispielsweise durch Verbundsicherheitsglas. „In naher Zukunft werden sich Versicherungsprämien gegen Extremwetter nach dem Gebäudezustand richten. Daher wäre es im Eigeninteresse, das Eigenheim extremwetterfest zu machen. Dazu gehört auch, bei der Qualität der Fenster und Türen sowie der Montage keine Abstriche zu machen“, empfiehlt Klinger.
