Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im Januar 2022 um 25 Prozent höher als vor einem Jahr.
Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im Januar 2022 um 25 Prozent höher als vor einem Jahr. (Quelle: Nordwest)

2022-02-24T07:35:58.086Z Keine Entspannung bei den Erzeugerpreisen

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im Januar 2022 um 25 Prozent höher als im Januar 2021. Nach aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamts war dies der höchste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. Gegenüber dem Vormonat stiegen die gewerblichen Erzeugerpreise um 2,2 Prozent. Hauptverantwortlich für den Anstieg der gewerblichen Erzeugerpreise im Vorjahresvergleich ist weiterhin die Preisentwicklung bei Energie. So waren die Energiepreise im Januar 2022 im Durchschnitt 66,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Gegenüber Dezember 2021 stiegen diese Preise um 1,3 Prozent. Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei Energie hatte Erdgas in der Verteilung mit einem Plus gegenüber Januar 2021 von 119 Prozent.

„Die Preissteigerung setzt sich im Vergleich zum Vormonat überwiegend fort, wenn auch etwas verhaltener. Da die Preise aber schon auf einem hohen Niveau angekommen sind, machen auch diese leichten Preissteigerungen etwas aus“, kommentiert Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, die Zahlen. „Eine leichte Preisberuhigung kann lediglich bei Bauholz verzeichnet werden. Aber auch hier sind die Steigerungsraten, wie auch bei den anderen Baustoffen, im Vergleich zum Vorjahr noch immer enorm.“

Der Erzeugerpreis für Betonstahl lag im Januar um 1,6 Prozent über dem Niveau von Dezember und 45,2 Prozent über dem Niveau von Januar 2021. Kupfer lag um 2,9 Prozent über dem Niveau von Dezember und 25,6 Prozent über dem Niveau von Januar 2021. Und Bauholz lag im Januar um 1,6 Prozent unter dem Niveau von Dezember und 58,6 Prozent über dem Niveau von Januar 2021.

zuletzt editiert am 24. Februar 2022
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