Veränderungen bei KfW Sicherheitstechnik. Quelle: Telenot Electronic GmbH
Alexander Balle, Sicherheitsexperte bei Telenot. Quelle: Telenot Electronic GmbH

Beschlag- und Sicherheitstechnik

04. June 2021 | Teilen auf:

KfW präzisiert Förder-Anforderungen

Die KfW hat die Kriterien für die Vergabe von Zuschüssen für den Einbau von elektronischer Sicherheitstechnik präzisiert. Die neuen Richtlinien betonen, dass der Zuschuss aus dem Programm 455-E nur noch dann gewährt wird, wenn neben den einzelnen Produkten auch das komplette System eine Anerkennung besitzt.

Vielen Fachbetrieben ist diese Notwendigkeit noch nicht bewusst. Den Schaden haben dann die Verbraucher, denn der erwartete Zuschuss wird verweigert und die Sicherheitslösung weist Lücken auf.

Seit Anfang Mai müssen ausführende Handwerksunternehmen die fachgerechte Umsetzung aller Maßnahmen sowie die Einhaltung der genannten Normen mit der sogenannten „Fachunternehmerbestätigung“ bescheinigen. Damit unterstreicht die Bank die seit einigen Jahren geltende Anforderung, dass alle bei einer elektronischen Sicherheitslösung verwendeten Komponenten zertifiziert sein müssen. Ebenso müssen Planung, Umsetzung und Service dieser Systeme durch entsprechend geschulte und zertifizierte Fachbetriebe durchgeführt werden.

Was dies bedeutet, erklärt Alexander Balle, Sicherheitsexperte von Telenot: „Da sich die genannten Normen an den Standards der VdS Schadenverhütung orientieren, ist für verwendete Einzelkomponenten die VdS-Geräteanerkennungsnummer (G-Nummer) zwingend notwendig, und der Fachbetrieb muss ein entsprechendes Zertifikat gemäß DIN 16763 ‚Dienstleistungsnorm für Sicherheitsanlagen‘ nachweisen, was durch die Anerkennung des Fachbetriebs durch den VdS gegeben ist.“

Zudem hat die KfW in der neuen Fachunternehmerbestätigung die Anforderungen für Smart-Home-Anwendungen in elektronischer Sicherheitstechnik präzisiert. Denn aus dem Satz „Bei der Scharf- und Unscharfschaltung wird die Zwangsläufigkeit von der vorgenannten Norm eingehalten“ lässt sich ableiten, dass auch das Zusammenspiel aller Komponenten im gesamten System zuverlässig sein muss. Dieses Zusammenspiel der einzelnen Komponenten in einem funktionierenden smarten Alarmsystem wird ebenfalls durch den VdS geprüft und in der Systemanerkennungsnummer (S-Nummer) festgehalten.