Eine Roboterhand hält ein virtuelles neuronales Netzwerk, das Künstliche Intelligenz (AI) symbolisiert. Im Hintergrund sind unscharfe Stadtlichter zu sehen.
Je mehr Daten die KI zum Lernen erhält, desto exakter ihre Meldungen. (Quelle: Tung Nguyen, Pixabay)

Beschlag- und Sicherheitstechnik 2024-09-05T05:00:00Z KI: Auch Überwachungskameras lernen ständig dazu

Veraltete Videosysteme, Fachkräftemangel und unübersichtliche Risikozonen ermöglichen Kriminellen vielfach allzu leichte Beutezüge. Darauf weisen die Sicherheitsexperten von „LivEye“ hin. Künstliche Intelligenz könne Sicherheitsmitarbeitern oftmals den Alltag erleichtern. Moderne Überwachungslösungen mit integrierter KI könnten Bewegungsmuster erkennen und Irrelevantes herausfiltern, sodass sich die Sicherheitsexperten auf die zugestellten Echtalarme konzentrieren könnten.

KI übernimmt Funktionen

Laut den Experten könne künstliche Intelligenz zahlreiche Funktionen im Sicherheitssektor übernehmen: In Echtzeit analysiert KI das Videomaterial und handelt nach vorgegebenem Ablauf. Entwickler von Überwachungslösungen können zudem ihrem System bestimmte Reaktionen und Wunschabfolgen einprogrammieren.

Ein Unbekannter läuft über das Gelände? Die Lichter gehen an. Er bewegt sich in gleichem Tempo weiter? Ein Alarm an die Leitstelle führt zur Ansprache per Lautsprecher. Erreicht der erkannte Ablauf ein zuvor festgelegtes Maß, wird in der 24-Stunden-Leitstelle ein Alarm zugestellt und das Personal reagiert gemäß Kundenwunsch mit Lautsprecherdurchsage oder Alarmierung der Polizei. Unbeteiligte, die am geschützten Objekt vorbeikommen, bleiben unerkannt, heißt es in einer Mitteilung.

Je mehr Daten, desto exakter die Meldungen

Denn aufgenommen wird nur in definierten Risikozonen und ein geschulter Algorithmus verpixelt in Übereinstimmung mit Datenschutzvorgaben unbeteiligte Personen und Fahrzeuge dynamisch. Und: Je mehr Daten die KI zum Lernen erhält, desto exakter ihre Meldungen. Anhand von Berechnung der Größe, Geschwindigkeit und Konturen ermittelt Künstliche Intelligenz, mit welcher Wahrscheinlichkeit gesichtete Objekte Menschen oder Fahrzeuge sind, teilen die Experten mit.

Benachrichtigungen entsendet das System beispielsweise nur dann, wenn Fahrzeuge bestimmter Größe in der Risikozone erscheinen. Auch die Vorgabe, nur dann Alarm zu schlagen, wenn sich Verdächtige aus einer bestimmten Richtung nähern, akzeptiert das Programm. Erfasst die Kamera ein Geschehen, das mit den zuvor trainierten Parametern übereinstimmt, erhält der Mitarbeiter in der Leistelle ein Alarmbild. Über integrierte Lautsprecher erfolgt eine direkte Täteransprache. Das vereitelt Beschädigung oder Entwendung von Eigentum, so der Anbieter. 

KI-basierte Überwachungssysteme verhindern Straftaten

Neben Einbruch und Diebstahl könnten KI-basierte Überwachungssysteme Straftaten wie Körperverletzung, Skimming an Geldautomaten oder geplante Anschläge verhindern. Dafür analysiert das Programm Bewegungsmuster und erkennt liegengelassene Gegenstände. Nicht nur im nächtlichen Betrieb übernehmen KI-basierte Kamerasysteme monotone Aufgaben – mit speziellen Funktionen, wie Smart-by-Day, erkennen und dokumentieren die smarten Helfer tagsüber Ladungen auf LKWs, Ein- und Ausfahrt sowie den Fortschritt auf Baustellen, wissen die Experten.

zuletzt editiert am 03. September 2024