Kneer-Südfenster investiert in Westerheim in eine neue Anlage für die automatisierte Endmontage von Fenstern und Haustüren. Mit diesem Schritt reagiert das Unternehmen auf einen zentralen Engpass der Branche: Wie viele Hersteller spürt auch die Kneer GmbH den zunehmenden Mangel an qualifizierten Fachkräften. Mit der neuen Fertigungslinie schafft das Unternehmen deutliche Entlastung in der Endmontage und stärkt zugleich die Zukunftsfähigkeit seiner drei Standorte in Westerheim, Schnelldorf und Massen/Niederlausitz.
„Wichtiger Impuls“
Geschäftsführer Florian Kneer erläutert: „Mit dem neuen Montagecenter setzen wir einen wichtigen Impuls für unsere Fertigungsstrategie: Automatisierung dort, wo sie Qualität sichert, Fachkräfte entlastet und Kunden spürbare Vorteile bietet. Gleichzeitig bleibt die handwerkliche Kompetenz zentraler Bestandteil unserer Unternehmensidentität.“
Nach eigenen Angaben übernimmt die vollautomatische Rahmen-Beschlagmontage sämtliche Arbeitsschritte für das Vorbohren, Setzen und Verschrauben der Beschlagteile direkt am fertigen Rahmen. Demzufolge fertigt die Maschine mit hoher Präzision, reduziert Fehlerquellen und stellt sicher, dass selbst große Elemente bis zu 3.500 mal 2.500 Millimeter zuverlässig und exakt bearbeitet werden können. Separate Montageköpfe für Schließteile und Lager steigern die Effizienz, während gesteuerte Magazine die Beschläge bereits einen Arbeitsschritt im Voraus bereitstellen, teilt das Unternehmen mit. Kämpfer, Kreuze und unterschiedlichste Rahmengeometrien ließen sich dadurch flexibel und passgenau bearbeiten.
Grundlage für schnelle Durchlaufzeiten
Das Traditionsunternehmen in dritter Generation bleibe damit unabhängig, steigere seine Produktionssicherheit und schaffe die Grundlage für schnelle Durchlaufzeiten – auch mit Blick auf eine künftig wieder steigende Nachfrage. Sollte der Markt für Neubau und Sanierung wieder anziehen, verkürzen sich die Lieferzeiten dadurch deutlich, heißt es in einer Mitteilung.
