Im Februar hellt sich die Stimmung der Verbraucher in Deutschland laut aktueller Ergebnisse des GfK Konsumklimas powered by NIM nicht weiter auf. Während die Einkommenserwartungen noch leicht zunehmen, trübe sich die Anschaffungsneigung ein. Die ohnehin hohe Sparneigung lege nochmal zu. Und auch die Konjunkturerwartungen fallen diesen Monat wieder leicht pessimistischer aus, so das Marktforschungsinstitut.
Nur Einkommenserwartung im Plus
Die aktuellen Befragungsergebnisse zeigen daher für März im Vergleich zum Vormonat einen leichten Rückgang des Konsumklima-Indikators um 0,5 Punkte auf −24,7 Punkte. Im Februar liegen laut der Befragung die Einkommenserwartungen im zweiten Monat in Folge im Plus, verzeichnen jedoch mit einem Anstieg um 1,2 Zähler auf 6,3 Punkte nur noch ein moderates Wachstum.
Die Anschaffungsneigung, die im Januar noch leicht zugelegt hatte, fällt dagegen wieder auf -9,3 Punkte und bleibt damit zurückhaltend. Zudem zeigt sich bei der Sparneigung im Februar ein Anstieg um einen weiteren Punkt auf 18,9 Punkte, was einen neuen Höchststand seit 2008 markiert. Insgesamt führt diese Entwicklung wieder zu einem leichten Rückgang des Konsumklimas, teilt das Institut mit.
„Es wird lieber gespart als konsumiert“
„Es zeigt sich weiterhin die Tendenz, dass steigende Einkommen aus Vorsichtsmotiven lieber gespart als konsumiert werden“, erläutert Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „Auch wenn sich die Wirtschaft wieder leicht zu beleben scheint, bleiben die Konsumenten derzeit noch skeptisch. Die geopolitischen Spannungen, aber auch die Herausforderungen in der Sozialpolitik dürften die Unsicherheit und damit auch die Sparneigung hochhalten“.
