Innenbereich eines modernen Einkaufszentrums mit Rolltreppe
Das Konsumklima erleidet wieder einen Rückschlag und startet damit trüb ins neue Jahr. (Quelle: Erich Westendarp, Pixabay)

Branche im Blick 2024-08-28T07:25:16.332Z Konsumklima: Herber Rückschlag im August

Nach Erholung im Vormonat erleidet die Verbraucherstimmung in Deutschland im August einen herben Rückschlag und sinkt um 3,4 Zähler auf -22,0 Punkte. Die Einkommens- und Konjunkturerwartungen müssen spürbare Einbußen hinnehmen. Auch die Anschaffungsneigung geht etwas zurück. Da zudem die Sparneigung in diesem Monat ansteigt, trübt sich das Konsumklima ein, heißt es in einer Mitteilung der GfK.

„EM-Euphorie nur kurzes Aufflackern“

„Offenbar war die Euphorie, die die Fußball-EM in Deutschland ausgelöst hat, nur ein kurzes Aufflackern und ist nach Ende des Turniers verflogen. Hinzu kommen negative Meldungen rund um die Arbeitsplatzsicherheit, die die Verbraucher wieder pessimistischer stimmen und eine schnelle Erholung der Konsumstimmung unwahrscheinlich erscheinen lassen“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim NIM.

Leicht steigende Arbeitslosenzahlen, eine Zunahme der Unternehmensinsolvenzen sowie Personalabbaupläne diverser Unternehmen in Deutschland ließen bei einer Reihe von Beschäftigten die Sorgen um ihren Arbeitsplatz zunehmen. „Die Hoffnungen auf eine stabile und nachhaltige Erholung der Konjunktur müssen damit weiter verschoben werden“, so Bürkl.

Einkommenserwartung geht zurück

Laut GfK sehen die privaten Haushalte in Deutschland derzeit ihre finanzielle Lage in den nächsten zwölf Monaten deutlich weniger rosig als noch vor einem Monat: Der Indikator Einkommenserwartung verliert 16,2 Punkte und rutscht auf 3,5 Punkte. Ein größerer Rückgang der Einkommensstimmung innerhalb eines Monats wurde zuletzt vor knapp zwei Jahren, im September 2022, gemessen. Damals mussten die privaten Haushalte durch Inflationsraten von knapp acht Prozent erhebliche Kaufkrafteinbußen hinnehmen.

Von den deutlich gesunkenen Einkommenserwartungen bleibt auch die Anschaffungsneigung der deutschen Verbraucher nicht unbeeindruckt. Allerdings fallen die Verluste mit 2,5 Zählern vergleichsweise moderat aus. Der Indikator weist damit im August -10,9 Punkte auf. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres steht immer noch ein Plus von gut sechs Punkten zu Buche, teilt das Marktforschungsinstitut mit.

zuletzt editiert am 28. August 2024
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