Eine belebte Einkaufsstraße mit einer GALERIA-Filiale im Hintergrund, vor der sich eine Menschenmenge bewegt und ein großer, blattloser Baum steht.
Das Konsumklima erleidet einen kräftigen Dämpfer. (Quelle: RM Rudolf Müller Medien)

Branche im Blick 2026-09-28T12:12:15.932Z Konsumklima verliert deutlich an Fahrt

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im September laut aktuellen Ergebnissen des NIM-Konsumklimas powered by GfK deutlich eingetrübt. Für Oktober weist das Konsumklima einen Rückgang um 3,8 Punkte aus und fällt damit auf -30,6 Punkte. Ausschlaggebend für den spürbaren Einbruch sind vor allem die stark gesunkene Einkommenserwartung sowie eine zunehmende Sparneigung der Verbraucher. Auch die Anschaffungsneigung gibt leicht nach, während sich die Konjunkturerwartungen kaum verändern. Die deutliche Eintrübung des Konsumklimas ist zu einem wesentlichen Teil auf den starken Rückgang der Einkommensaussichten in diesem Monat zurückzuführen.

„Die Mehrheit der Haushalte rechnet damit, dass die hohen Energiepreise ihre Kaufkraft verringern werden“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „Folglich sind sie skeptischer, was die künftigen Einkommensaussichten für die nächsten zwölf Monate betrifft.“

Neben den gesunkenen Einkommensaussichten wird das Konsumklima im September durch eine spürbar gestiegene Sparneigung gedrückt. Nach einem Plus von 6,0 Zählern steigt die Sparneigung auf 21,5 Punkte. Man muss in der Historie bis in die Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 zurückgehen, um einen ähnlich hohen Wert für die Sparstimmung zu messen.

Während die Einkommensaussichten gegenwärtig deutlich skeptischer beurteilt werden, legen die Konjunkturerwartungen der Verbraucher weiter etwas zu, wenn auch die Dynamik aktuell nachgelassen hat.

zuletzt editiert am 28. September 2026
Newsletter