Wer die Energie der Sonne optimal nutzt, kann Heizkosten sparen.
Wer die Energie der Sonne optimal nutzt, kann Heizkosten sparen. (Quelle: BPH/Sorpetaler)

Branche im Blick

18. December 2022 | Teilen auf:

Sonnenenergie optimal nutzen

Moderne Energiesparfenster sind ein wichtiger Baustein beim energieeffizienten Bauen und Sanieren. Mit ihren wärmedämmenden Eigenschaften lassen sich Wärmeverluste minimieren und die Heizkosten spürbar verringern. Wer gut plant, holt das Maximale aus den neuen Fenstern heraus: Die kostenlose Energie der Sonneneinstrahlung, die durch das Fenster unsere Gebäude heizt, wird häufig unterschätzt.

Wie kann diese Wärmeenergie am besten genutzt werden?

Großflächige Fenster lassen nicht nur viel gesundes Tageslicht ins Haus. Auf den der Sonne zugewandten Seiten sorgen sie für solare Gewinne, die nichts kosten und die Gesamtenergiebilanz eines Hauses positiv beeinflussen. Wurden früher eher kleinere Fenster verbaut, sind heute großformatige, bodentiefe Fensterflächen gefragt. „Bauphysikalisch ist dies dank der guten wärmedämmenden Eigenschaften moderner Fenster inzwischen kein Problem mehr; der Werkstoff Holz dämmt dabei besonders gut“, weiß Eduard Appelhans vom Bundesverband ProHolzfenster.

Clever planen und alle Möglichkeiten nutzen

Während der U-Wert, der Wärmedurchgangskoeffizient, etwas über die Wärmedämmung eines Fensters aussagt, so bemisst der g-Wert die Energiedurchlässigkeit der Verglasung. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung – desto niedriger ist aber auch der g-Wert und damit die Durchlässigkeit für die Energie der Sonne. Bei sehr effizienten Energiesparfenstern mit sehr niedrigem U-Wert sinken daher auch die Lichtdurchlässigkeit und die solaren Gewinne. Auf der Nordseite spielt dies keine Rolle, hier kann auf möglichst hohe Wärmedämmung gesetzt werden. Auf den der Sonne zugewandten Seiten ist aber zu überlegen, mit welchen Komponenten die Sonneneinstrahlung im Winter am besten genutzt werden kann, ohne auf gute Wärmedämmung zu verzichten. Um niedrigen Energieverbrauch und Wohnkomfort zu jeder Jahreszeit sicherzustellen, sollte man gleichzeitig einen variablen Sonnenschutz in die Planungen miteinbeziehen.

Holzfenster: Schlanke Profile und hohe Wärmedämmung

Damit so viel Licht und Sonne wie möglich ins Haus gelangen, sind schlanke Fensterprofile von Vorteil. So können die Bewohner von einem maximalen Glasanteil profitieren. „Rahmen aus Holz oder Holz-Aluminium erlauben sehr schlanke Profile bei gleichzeitig besten Wärmedämmwerten“, sagt Eduard Appelhans. „Tageslicht und Sonneneinstrahlung im Winter können damit optimal genutzt werden und machen aus Fenster und Fassade ein echtes Solarkraftwerk.“

Kompetente Fensterfachbetriebe helfen bei der Planung und informieren auch über entsprechende Fördermöglichkeiten. Kontakt zu regionalen Herstellern vermittelt der Bundesverband Pro-Holzfenster, Infos unter www.proholzfenster.de.

zuletzt editiert am 11.11.2022