Rund 277-mal pro Tag wurde im Jahr 2025 in Häuser oder Wohnungen eingebrochen. Dies ist eine Erkenntnis aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2025. Zudem weist diese einen Anstieg der Wohnungseinbrüche gegenüber dem Vorjahr aus – bundesweit wurden 82.920 Fälle einschließlich Einbruchsversuchen registriert, im Jahr 2024 waren es noch 78.436 Fälle.
Hinzu kommen 92.870 Fälle von Diebstählen aus Keller- und Dachbodenräumen sowie Waschküchen, was einem Rückgang von rund 13,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (2024: 107.861 Fälle). Beliebtes Diebesgut sind hier neben Bargeld und Werkzeug zunehmend auch hochwertige E-Bikes. Stichwort Diebesgut: Der durch Einbrüche verursachte Sachschaden – bezogen ausschließlich auf entwendetes Diebesgut – stieg auf 378,3 Millionen Euro (2024: 340,6 Millionen Euro). Die Aufklärungsquote lag bei 14,1 Prozent.
Prävention wirkt – fast jeder zweite Einbruch scheitert
Die Statistik zeigt jedoch auch eine ermutigende Seite: Im Jahr 2025 scheiterten 44,9 Prozent aller versuchten Wohnungseinbrüche. Dieser hohe Versuchsanteil belegt, dass Prävention wirksam ist – und dass Einbrecher in der Regel schnell aufgeben, wenn sie auf Widerstand stoßen. Technische Sicherungsmaßnahmen und aufmerksames Verhalten können den Unterschied ausmachen. Egal ob erfolgreich oder im Versuchsstadium abgebrochen: die häufigsten Einstiegswege waren leicht erreichbare Fenster sowie Wohnungs- und Fenstertüren, berichtet Abus.
„Die Erfahrung zeigt, dass es typische Schwachstellen gibt, die von Einbrechern genutzt werden: Im Einfamilienhaus sind es nach wie vor die Fenster oder die Terrassentür, im Mehrfamilienhaus die Eingangstür“, so Harald Schmidt von der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention. „Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich wirksam zu schützen. Generell gilt dabei immer der Grundsatz: Mechanik vor Elektronik. Kombiniert man dann mechanische Sicherungen mit Alarm- und Videotechnik, sorgt dies für ein hohes Maß an Sicherheit“, so Schmidt weiter.
