Die aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen und Mittleren Osten haben auch direkte Auswirkungen auf die deutsche Metallindustrie. Im aktuellen Konjunkturblitzlicht zum Ende des ersten Quartals 2026 berichten neun von zehn nordrhein-westfälischen Metallern von negativen Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit. Dabei berichten nahezu 80 Prozent der Feinwerkmechaniker und mehr als die Hälfte der Metallbauer von Auftragsstornierungen beziehungsweise einer messbaren Zurückhaltung bei der Auftragsvergabe. Daneben dämpfen die gestiegenen Energiekosten die Stimmung, teilt der Fachverband Metall Nordrhein-Westfalen mit.
„Nicht nur die direkten Auswirkungen durch die deutlich gestiegenen Treibstoffkosten belasten die Unternehmen, gerade die wieder zunehmende Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen belastet unsere Mitglieder“, kommentiert Geschäftsführer Stephan Lohmann die aktuellen Ergebnisse. „Auftragsstornierungen und ein weiteres Verschieben von Auftragserteilungen sind gerade für unsere Maschinen- und Anlagenbauer eine große Herausforderung. Dass jetzt auch die zumeist am heimischen Markt operierenden Metallbauer zu knapp 60 Prozent den Auftragsmangel als zentrale Herausforderung kennzeichnen, trägt zum stark durchwachsenen Bild unserer Branche bei.“
