Krisenstimmung in Österreichs Fensterindustrie.
Der Fenstermarkt im Nachbarland Österreich schrumpft. (Quelle: Pixabay)

Bauelemente 2024-02-19T13:44:16.859Z Krisenstimmung in Österreichs Fensterindustrie

Der österreichische Fenstermarkt schrumpfte im Jahr 2023 deutlich. Sowohl im Neubau als auch in der Sanierung entwickelte sich die Nachfrage rückläufig. Dies bestätigen aktuelle Daten einer Marktstudie des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse.

Die schwächelnde Baukonjunktur war im vergangenen Jahr am Fenstermarkt besonders deutlich zu spüren. Laut der Marktforscher schrumpften im vergangenen Jahr die Herstellererlöse um 7,9 Prozent, obgleich sich die Verkaufspreise im Schnitt nochmals um nahezu acht Prozent erhöhten. Insgesamt wurden am österreichischen Markt 950 Millionen Euro umgesetzt.

Für den Rückgang waren der Neubau und das Sanierungsgeschäft gleichermaßen verantwortlich. Im Vergleich zu 2022 sank im Neubau der Umsatz um knapp neun Prozent, in der Sanierung um rund sieben Prozent. Besonders wenige Fenster wurden im Vorjahr in Einfamilienhäusern montiert. Die Nachfrage brach um mehr als 18 Prozent ein und erreichte damit den tiefsten Stand der letzten dreißig Jahre. Aus gutem Grund: Für neue Fenster musste man um 30 Prozent mehr investieren als noch drei Jahre davor. Die staatlichen Förderungen von Bund und Ländern federten den Preisauftrieb bestenfalls zur Hälfte ab.

Auch im laufenden Jahr ist nicht mit einer Besserung der Marktlage zu rechnen, wenngleich die Sanierung vermutlich für leichte Wachstumsimpulse sorgt. „Da nun wohl die Fensterpreise unter Druck kommen, der Bedarf im Neubau aber weiter schrumpft, rechnen wir für 2024 sogar mit einem Umsatzminus von rund 10 Prozent“, so Studienautor Andreas Kreutzer. „Die Sanierung kann die Delle im Neubau keinesfalls auffüllen“, ist sich Kreutzer sicher.

zuletzt editiert am 19. Februar 2024