Metallhandwerk in NRW rechnet mit Eintrübung.
Beim Metallhandwerk mehren sich die Sorgen um die wirtschaftliche Zukunft der Unternehmen. (Quelle: Gerd Altmann/Pixabay)

Bauwirtschaft

20. April 2022 | Teilen auf:

Metallhandwerk in NRW rechnet mit Eintrübung

Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine trifft das nordrhein-westfälische Metallhandwerk nach Angaben des Fachverbandes Metall NW in einer Phase der Normalisierung der wirtschaftlichen Entwicklungen. Waren zum Jahreswechsel noch die Optimisten in der Mehrheit, so sind jetzt die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung eingebrochen. Mehr als die Hälfte aller Metaller rechnet mit einer Eintrübung ihrer individuellen wirtschaftlichen Lage.

Die aktuellen Auswirkungen zum Ende des ersten Quartals sind dabei noch überschaubar. Noch immer bezeichnen mehr als die Hälfte der Metallbauer und Feinwerkmechaniker ihre aktuelle wirtschaftliche Lage als befriedigend oder besser. Auch der Auftragsbestand ist unwesentlich von der aktuellen Krise betroffen. In der Tendenz leicht steigende oder zumindest stabile Auftragsbestände werden zum Ende des ersten Quartals gemeldet.

Neben der klaren Verschlechterung der Prognose – mehr als 53 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der eigenen wirtschaftlichen Lage – sinkt auch die Investitionsbereitschaft. Nicht einmal mehr jedes zweite Unternehmen plant für das laufende Jahr Investitionen, die geplanten Investitionen sind größtenteils Ersatz- oder Rationalisierungsinvestitionen. Ebenso verändert hat sich die Einschätzung der erzielbaren Preise: Mehr als die Hälfte aller Metaller erzielt lediglich ausreichende Preise am Markt. Annährend 23 Prozent der Metallbauer und 12,5 Prozent der Feinwerkmechaniker bezeichnen die erzielbaren Preise als ungenügend.

Die Einschätzung der aktuellen Herausforderungen korrespondiert mit diesen Meldungen: Nach dem Fachkräftemangel (84,44 Prozent der Meldungen) steht der Preiswettbewerb beim Kunden jetzt klar auf Platz 2 (43,33 Prozent) vor den Befürchtungen zu einem anstehenden Auftragsmangel (30 Prozent). Nach wie vor stehen Herausforderungen bei der Kreditversorgung nicht im Fokus der Metaller.

zuletzt editiert am 20.04.2022