Ein roter Abwärtspfeil auf einem blau gestreiften Hintergrund, der einen Rückgang symbolisiert.
Laut Fachverband Metall NRW schätzen vier von zehn Metallbauern und mehr als die Hälfte der feinwerkmechanischen Unternehmen ihre wirtschaftliche Lage als nicht einmal mehr ausreichend ein. (Quelle: iXimus, Pixabay)

Branche im Blick 2024-10-15T06:00:06.416Z Metallhandwerk NRW: Krise rückt näher

Laut dem Fachverband Metall NRW erfährt das nordrhein-westfälische Metallhandwerk aktuell einen deutlichen Rückgang beim Auftragsbestand. Demnach stellen sieben von zehn Metallbauern und annährend die Hälfte der feinwerkmechanischen Unternehmen einen rückläufigen Auftragsbestand fest. Nur in Ausnahmen sind sechs Monate im Metallhandwerk vorhanden, deutlich mehr als 50 Prozent können auf nicht einmal zwei Monate Auftragsbestand blicken.

Rückgang der Auftragsbestände

Der Rückgang der Auftragsbestände ist auch ursächlich für eine deutlich zurückhaltende Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Lage. Vier von zehn Metallbauern und mehr als die Hälfte der feinwerkmechanischen Unternehmen schätzen ihre Lage als nicht einmal mehr ausreichend ein.

Auch für die Zukunft herrscht keine optimistische Stimmung. Gerade einmal jeder zwanzigste Metallbauer rechnet mit einer deutlichen Verbesserung in der nächsten Zukunft – eine Verschlechterung der aktuellen Lage wird hingegen von der Mehrheit der metallhandwerklichen Betriebe erwartet.

Investitionsneigung auf Tiefststand

Nicht verwunderlich: Auch die Investitionsneigung ist auf einen Tiefststand gefallen: 18,2 Prozent der Metallbauer und nur jeder dritte Feinwerkmechaniker planen aktuell maßgebliche Investitionen in ihren Unternehmen. Dabei werden nach wie vor die erzielbaren Marktpreise von der Mehrheit metallhandwerklicher Unternehmen als gut oder zumindest befriedigend gekennzeichnet.

Für die Zukunft erwartet die Hälfte der Metallhandwerker einen zunehmenden Preiswettbewerb und vier von zehn Metallern fürchtet einen nachhaltigen Auftragsmangel. Fachkräftemangel und überbordende Bürokratiekosten sind weitere Herausforderungen. In nahezu 75 Prozent aller metallhandwerklichen Unternehmen sind nicht alle Facharbeiterstellen besetzt, rund 40 Prozent können die von ihnen angebotenen Ausbildungsstellen nicht besetzen, teilt der Verband mit.

zuletzt editiert am 15. Oktober 2024
Newsletter