Ein Mann in einem schwarzen Anzug steht vor einem bunten Kunstwerk.
„Kleine und mittlere Unternehmen verlieren an Beweglichkeit, da sie vor allem von Politik und Großkonzernen regulatorisch teils wie Konzerne behandelt und belastet werden“ sagt GIM-Geschäftsführer Dr. Stephan Telschow. (Quelle: GIM)

Fachhandel 2024-11-20T14:37:12.907Z Mittelstand: Studie nennt Belastungen und zeigt Lösungsansätze

Die GIM hat in ihrer aktuellen Studie die größten Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland ermittelt. Demzufolge sind Bürokratie, steigende Rohstoffpreise und der Fachkräftemangel die drängendsten Wachstumshemmnisse. Die Studie „KMU Challenges: Herausforderungen und Strategien im Mittelstand“ der Gesellschaft für innovative Marktforschung zeigt zudem, dass insbesondere regulatorische und energiepolitische Belastungen den Handlungsspielraum vieler kleiner und mittlerer Unternehmen stark einschränken – weshalb bedeutende Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit bislang nur unzureichend angegangen werden können, heißt es in einer Mitteilung.

Immer komplexeres Marktumfeld

„Kleine und mittlere Unternehmen verlieren an Beweglichkeit, da sie vor allem von Politik und Großkonzernen regulatorisch teils wie Konzerne behandelt und belastet werden – und zugleich in einem immer komplexeren Marktumfeld wirtschaftlich dynamisch bleiben müssen,“ sagt GIM-Geschäftsführer Dr. Stephan Telschow. Sie benötigten daher präzise, praxisnahe Perspektiven und Lösungswege für ihre spezifischen Herausforderungen.

Bürokratie als Wachstumsbremse

Die drei Kernergebnisse der Studie sind bürokratische Belastungen als Wachstumsbremse, Rohstoffpreise und wirtschaftliche Unsicherheit sowie ein akuter Fachkräftemangel. Zugleich zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Unternehmen: Während traditionelle Familienbetriebe aus Handwerk und Produktion ihre Perspektiven verhalten sehen, blicken stark wachstumsorientierte, sich selbst als modern wahrnehmende Unternehmen optimistischer in die Zukunft. Eine anhaltend schlechte Stimmung zeigt sich bei Selbständigen, die ihre persönlichen Leidenschaften zum Geschäft gemacht haben, heißt es.

Optimismus weiterhin vorhanden

Dennoch blicken einige Unternehmen laut der Studie optimistisch in die Zukunft: Zwei Drittel der Befragten erwarten eine gleichbleibende oder sogar verbesserte wirtschaftliche Lage in den kommenden drei Jahren. Vor allem Dienstleister zeigen sich zuversichtlich, während im Baugewerbe Zweifel vorherrschen, berichtet die GIM.

zuletzt editiert am 20. November 2024
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