Die neue Arbonia mit Fokus auf Türen hat sich im ersten Halbjahr 2024 trotz weiterhin sehr herausfordernder Märkte behauptet. Ausgeprägt ist dies vor allem in Deutschland, wo die Division Türen rund 60 Prozent des Umsatzes erzielt und trotz rückläufiger Volumen durch Wachstumsinitiativen, Preissteigerungen und operative Verbesserungen den Mengenrückgang weitestgehend kompensieren konnte. Das Unternehmen meldet daher im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 eine Umsatzsteigerung von acht auf 9,7 Prozent.
Schwächelnde Baukonjunktur
Das operative Ergebnis war von der anhaltenden Schwäche der Baukonjunktur in Europa gekennzeichnet, welche wiederum durch die starke Kosteninflation und die darauffolgenden Zinserhöhungen ausgelöst wurde, berichtet der Hersteller. Andererseits habe sich die Renovierungstätigkeit nicht so stark abgeschwächt wie befürchtet. Gründe dafür seien frei werdende Handwerker-Kapazitäten, die rückläufige Preisentwicklung bei Bestandsimmobilien, welche im Vergleich zum Neubau weiter an Wert verlierten. Insbesondere auch institutionelle Investoren von Wohngebäuden könnten nun werterhaltende Maßnahmen durchführen, welche gemeinsam mit gesunkenen Wohnneben- bzw. Energiekosten wieder Raum für Mieterhöhungen zuließen.
2024: Umsatz auf Vorjahresniveau
Neben diesen ökonomischen Lichtblicken sei es dem Unternehmen gelungen, durch Produktivitätssteigerungen, Personalanpassungen sowie sinkende Energiekosten die Margen in einem herausfordernden Markt zu verteidigen und sogar zu verbessern. Für das laufende Jahr rechnet die Firma weiterhin mit einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres sowie einer Steigerung des EBITDA und folglich auch des EBIT ohne Sondereffekte sowohl in absoluten Zahlen als auch folgerichtig der EBITDA-Marge.
Die Gruppe geht kurz- bis mittelfristig von einer Verbesserung der Baukonjunktur aus. In Osteuropa lasse sich teilweise eine Verbesserung des Bestellverhaltens von Seiten der Kunden bereits spüren, wo auch der vorherige Abschwung sich früher ausgewirkt hatte, teilt der Hersteller mit.
