Nachfragedelle der Öffentlichen Hand bremst das Bauhauptgewerbe. Quelle: Jürgen Rübig, Pixabay
Der Wohnungs- und Wirtschaftsbau zeigten eine gute Entwicklung. Quelle: Jürgen Rübig, Pixabay

Bauwirtschaft

26. August 2021 | Teilen auf:

Nachfragedelle der Öffentlichen Hand bremst das Bauhauptgewerbe

„Das Bauhauptgewerbe wurde im ersten Halbjahr durch die schwache Nachfrage der Öffentlichen Hand gebremst. Der Wegfall der Kompensation der Gewerbesteuerausfälle bei den Kommunen durch Bund und Länder hat zu einem Investitionsrückgang geführt, den die Bauunternehmen nun in ihren Büchern merken.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Demnach hätten die Betriebe im Bauhauptgewerbe mit 20 und mehr Beschäftigten für das 1. Halbjahr für den Öffentlichen Bau einen Orderrückgang von nominal 5,0 Prozent gemeldet. Besonders betroffen sei der Straßenbau mit einem Minus von 7,6 Prozent.

„Aufgrund der guten Entwicklung im Wohnungsbau und im Wirtschaftsbau ergibt sich für das gesamte Bauhauptgewerbe im 1. Halbjahr aber noch ein Plus von nominal 4,8 Prozent. Trotz eines Anstiegs der Baupreise von 3,7 Prozent bleibt somit immer noch ein reales Plus von 1,0 Prozent. Ein Wermutstropfen ist aber die aktuelle Entwicklung im Juni: Die Baubetriebe meldeten im Vergleich zum Vorjahresmonat nur ein leichtes Orderplus von 0,4 Prozent, real ist dies ein Rückgang von 5,1 Prozent.“ Im Vormonatsvergleich sei der (preis-, saison- und kalenderbereinigte) Auftragseingang laut Statistischem Bundesamt um 3,7 Prozent zurückgegangen.