Dass sich wirtschaftliche Zweckmäßigkeit und hohe architektonische Qualität sowie energie- und ressourcenschonendes Bauen nicht grundsätzlich ausschließen müssen, zeigt ein Gewerbebau im bayerischen Kaufbeuren. Die neue „Erlebniswelt“ des Allgäuer Bauelementehändlers Linara, einer 100-prozentigen Tochter der Solarlux-Gruppe, setzt damit eine bemerkenswerte Reihe von Industriebauten der Unternehmensgruppe fort.
Wie an den bisherigen Standorten in den Niederlanden, der Schweiz und am Stammsitz in Melle sollte auch der Gewerbebau in Kaufbeuren einen wesentlichen Baustein der Unternehmensphilosophie widerspiegeln: Transparenz und Offenheit nach außen, verbunden mit ressourcenschonender Bauweise und optimalen Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Hinzu kam das Konzept des „Bildenden Bauens“.

Geothermie und Wärmepumpe
Dafür wurden alle technischen und ökologischen Zusammenhänge durch leicht verständliche Informationstafeln überall im Gebäude sichtbar gemacht. Dazu gehören die Betonkernaktivierung sowie Heiz- und Kühldecken in Verbindung mit regenerativen Energiesystemen wie Geothermie und Wärmepumpe und 850 Quadratmeter gebäudeintegrierte Photovoltaik auf der Ost- und Südseite des Gebäudes. Die rahmenlosen, matten BIPV-Paneele sind in einem Winkel von 142 Grad zueinander angeordnet – das erhöht nicht nur die Effizienz, sondern lässt die Fassade optisch kürzer und lebendiger erscheinen.

Zweigeschossige Doppelfassade
Neben dieser aktiven Solarenergienutzung leisten die passiven Solarenergieeinträge durch die Glasfassaden mit großen Maximal-Schiebefenstern und hohen Glas-Faltwänden einen weiteren wichtigen Beitrag zum energie- und ressourcenschonenden Bauen. Als architektonische Besonderheit wurde die Gebäudehülle im Bereich der Verwaltung über zwei Geschosse als Doppelfassade ausgebildet, die eine individuelle und manuelle Steuerung des Raumklimas ermöglicht, teilt der Hersteller mit.