Das IFT Rosenheim hat in Zusammenarbeit mit dem VFF, der RAL-Gütegemeinschaft sowie dem Bundesverband ProHolzfenster ein Muster-EPD erstellt. In einer Umweltproduktdeklaration, kur EPD, werden die Umweltwirkungen eines Bauprodukts über dessen gesamten Lebenszyklus dargestellt. Diese können in wenigen Schritten auf Fenster, Außentüren und Fassaden aus allen üblichen Materialien übertragen werden – das aufwendige Erheben von Daten entfällt. Die Muster-EPD wurden nun nach der Freigabe durch die externen Prüfer veröffentlicht. Damit ist die Übertragung offiziell möglich und ab sofort für fünf Jahre gültig, heißt es in einer Mitteilung.
Grundlage für Gebäudezertifizierungen
Die EPD dient darüber hinaus als Grundlage für Gebäudezertifizierungen wie DGNB, LEED oder BREEAM und ermöglicht die Teilnahme an Ausschreibungen sowie Förderprogrammen. Die Listung in der ÖKOBAUDAT des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen wurde angestoßen und wird demnach für Mitte Mai erwartet. Zur Übertragung der Muster-EPD auf einen Hersteller muss dieser lediglich ein Formular mit zehn Fragen ausfüllen. Insbesondere für kleinere und mittlere Betriebe, die bisher vor der Erhebung der notwendigen Daten zurückgeschreckt sind, ist das Verfahren ein leichter Eintritt zum Nachweis der Nachhaltigkeit ihrer Produkte.
Um interessierte Unternehmen zu informieren und Fragen zu beantworten, bietet das IFT Rosenheim online kostenlose Webinare an, bei denen Vorteile und der Weg zu einer Muster-EPD erläutert werden.
Informationen und Anmeldung hier .
