Gira hat nach zwei Jahren Konzeption und Konstruktion eine 29 Meter lange Montagelinie aus 62 Einzelmodulen in Betrieb genommen. An dem Mammutprojekt waren über 150 Mitarbeitende aus allen Unternehmensbereichen beteiligt. „Mit der vollautomatischen Schalterstraße haben wir die Modernisierung unserer Produktionsanlagen in der Montage abgeschlossen, die wir 2022 mit zwei neuen Linien für die Steckdosenmontage und einem Verpackungsautomaten begonnen hatten“, erläutert Technologie-Geschäftsführer Christian Feltgen. „Dafür war eine Großinvestition in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags nötig“, so Feltgen.
50 Prozent mehr Varianten
Über die neue Montagelinie könnten 50 Prozent mehr Varianten laufen als über die bisherige Anlage. „Zudem freuen wir uns über eine um mehr als 30 Prozent beschleunigte Taktzeit“, sagt Marius Brandholt aus dem Bereich Industrial Engineering, der das Projekt federführend betreut hat. „Der so erzielte Zeitgewinn summiert sich unterm Strich auf einige Wochen, die die neue Schalterstraße gegenüber der bisherigen Anlage schneller ist, um die Menge unserer Jahresproduktion herzustellen.“
Ein Mensch könne mit dem Tempo der Anlage nicht mithalten. Er benötige im Vergleich zur Montagestraße über 200-mal so lange, um die 15 bis 30 Einzelkomponenten zusammenzusetzen, aus denen ein Schalteinsatz besteht, berichtet das Industrieunternehmen.
Vollautomatische Kontrolle
Dabei montiert die Anlage nicht nur, sondern sie kontrolliert überdies anhand Dutzender Prüfmerkmale ebenso vollautomatisch, ob die Schalter den strengen Qualitätsvorgaben und dem jeweiligen Fertigungsauftrag entsprechen. Für unterschiedliche visuelle Prüfungen etwa verfügt die Schalterstraße über 29 Kameras. Einige von ihnen überprüfen zum Beispiel, ob die für den Auftrag korrekten Einzelbauteile montiert werden, teilt der Hersteller mit.
