Drei Männer in Anzügen stehen vor einer modernen Wärmepumpe in einem Ausstellungsraum.
Blicken trotz des momentanen Gegenwinds optimistisch in die Zukunft – die Nordwest-Vorstände Jörg Simon, Thorsten Sega und Michael Rolf (v.l.n.r.). (Quelle: Redaktion MF)

Fachhandel 2026-05-13T07:23:15.959Z Nordwest erreicht fast Vorjahresniveau

Die Nordwest Handel AG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Geschäftsvolumen von 4,6 Milliarden Euro abgeschlossen und lag damit nahezu auf Vorjahresniveau (+0,2 Prozent). Auch wenn die Erwartungen im vergangenen Jahr nicht vollständig verwirklicht werden konnten, zeigt sich der Vorstand angesichts des insgesamt herausfordernden konjunkturellen Umfelds zufrieden mit dem Ergebnis, wie im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am 12.5.2026 betont wurde.

Die Anzahl der Fachhandelspartner stieg um 69 auf insgesamt 1.321 Fachhandelspartner per 31. Dezember 2025. Vorstand Jörg Simon erläutert, dass Wachstum momentan praktisch nur über Neuzugänge generiert werden kann, nicht aus dem Bestand heraus. Meilensteine für künftiges Wachstum sind die Inbetriebnahme des neuen Logistikzentrums in Alsfeld sowie der Ausbau des Europageschäfts.  

Angespannte Situation

Während das Geschäftsvolumen in der ersten Jahreshälfte noch einen Zuwachs von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufwies, war die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte mit insgesamt -2,6 Prozent leicht rückläufig. Mit Blick auf die Geschäftsarten zeigte sich das Zentralregulierungs- und Streckengeschäft erneut robust und bestätigte den Vorjahreswert mit einem Plus von 0,7 Prozent. Das Lagergeschäft hingegen entwickelte sich mit -8,7 Prozent deutlich rückläufig und belastete somit die Gesamtentwicklung.

Im Geschäftsbereich Bau wurde der Vorjahreswert mit einem Minus von 2,8 Prozent verfehlt. Belastend wirkten die weiterhin angespannte Lage im Bausektor sowie der Verlust eines großen Fachhandelspartners (VBH) in der zweiten Jahreshälfte 2025.

In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat Nordwest ein Geschäftsvolumen von 1,2 Milliarden Euro erzielt. Damit lag die Entwicklung insgesamt mit -0,8 Prozent nur leicht unter dem Vorjahreswert im ersten Quartal. Besonders herausfordernd ist und bleibt jedoch die Situation im Geschäftsbereich Bau, der in den ersten drei Monaten des Jahres ein Minus von 22 Prozent verzeichnen musste.

zuletzt editiert am 13. Mai 2026