Auch Händler sind von der Novelle des Verpackungsgesetzes betroffen. Quelle: Redaktion/kosi
Die erste von drei Etappen der Novelle des Verpackungsgesetzes ist bereits am 3. Juli dieses Jahres gestartet. Quelle: Redaktion/kosi

Fachhandel

13. July 2021 | Teilen auf:

Novelle des VerpackG 2021 ist gestartet

Die Novelle des Verpackungsgesetzes wird in drei Etappen binnen eines Jahres wesentliche Neuregelungen für den Händler mit sich bringen. Bereits zum 3. Juli 2021 hat einerseits eine vorher nicht bestehende Registrierungspflicht für Inverkehrbringer von Serviceverpackungen (dazu zählen beispielsweise Tragetaschen aller Art und Beutel, Geschenkverpackungen, Zuschnitte und Einschläge für Ersatzteile und Zubehör aller Art wie zum Beispiel Schrauben) geschaffen, die ihre verpackungsrechtlichen Pflichten auf einen Vorvertreiber übertragen haben.

Zeitgleich ist eine neue Informationspflicht für all solche Händler in Kraft getreten, die nicht systembeteiligte Verpackungen im Sinne des § 15 Abs. 1 VerpackG (etwa Paletten, Folien, Kartonagen für Sammelgut, Möbelverpackungen) an Endverbraucher übergeben. Unternehmen, die Transportverpackungen – Verpackungen also, die im Handel verbleiben – nutzen, gilt somit seit dem 3. Juli dieses Jahres eine neue Informationspflicht: Endverbraucher müssen künftig durch „geeignete Maßnahmen in angemessenem Umfang über die Rückgabemöglichkeit und deren Sinn und Zweck informiert werden“.

Am 1. Januar 2022 kommt nach Angaben des Arbeitskreises Baubeschlag (AKB) im ZHH eine Nachweispflicht über die im vorangegangenen Kalenderjahr in Verkehr gebrachten und zurückgenommenen Transportverpackungen, aufgeschlüsselt nach Materialart und Masse, hinzu. Am 1. Juli 2022 kommt des Weiteren eine neue ausgeweitete Registrierungspflicht für das Verpackungsregister LUCID der Zentralen Stelle hinzu.

Mehr zum Thema lesen Sie in der nächsten Ausgabe vom Schloss+Beschlagmarkt.