Österreich: Markt für Türschließtechnik weiter unter Druck
Die Tabelle zeigt, wie sich der Markt für Türschließtechnik in den vergangenen Jahren in Österreich entwickelt hat. (Quelle: Branchenradar)

Beschlag- und Sicherheitstechnik 2024-05-22T06:54:33.942Z Österreich: Markt für Türschließtechnik weiter unter Druck

In Österreich entwickelte sich der Markt für Türschließtechnik auch 2023 rückläufig, zudem tendierte der Einzelhandel zu preisgünstigeren Modellen. Das zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse. Gründe seien ein schwächelnder Neubau sowie gekürzte Unternehmensbudgets für Sanierung und Renovierung, berichtet das Institut.

Demnach sanken die Herstellererlöse im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf insgesamt 24,4 Millionen Euro. Der Umsatz reduzierte sich im Jahresvergleich bei mechanischen Türschließern um 4,6 Prozent und bei automatischen Systemen um 5,6 Prozent auf jeweils 12,2 Millionen Euro, heißt es in einer Mitteilung.

Zudem führten im Einzelhandel die Preiserhöhungen der Vorjahre bei automatischen Türschließern gepaart mit dem sinkenden privaten Konsum im vergangenen Jahr zu unerwarteten Konsequenzen. So wurden etwa im Lebensmittelhandel die für die räumliche Trennung von Gebinde-Rücknahmeautomaten obligatorisch verwendeten Schiebetürsysteme vielerorts durch rund um die Hälfte günstigere Dreh- und Falttürsysteme ersetzt.

„Die Teuerung in der Bauwirtschaft stößt bei immer mehr Zielgruppen und offensichtlich auch bei bislang weniger beachteten Bauteilen an ihre Grenzen“, sagt Geschäftsführer Andreas Kreutzer. Es sei höchste Zeit, dass sich die Preise entlang der gesamten Wertschöpfungskette wieder normalisierten. „Sonst wird man auf den ersehnten Aufschwung wohl noch länger warten müssen“, so Kreutzer.

zuletzt editiert am 22. Mai 2024
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