Plagegeister professionell aussperren

Lämmermann bietet neben Rollos auch Plissees für Dachfenster an. Foto: Lämmermann
Rotos Insektenschutzrollo lässt sich mit anderen Ausstattungselementen, wie zum Beispiel einem Roto-Verdunkelungsrollo, kombinieren. Foto: Roto
Auch Neher bietet eine Haustierklappe an. Der Hersteller weist auf seiner Homepage allerdings darauf hin, dass nicht alle Tiere die Vorrichtung von Anfang an akzeptieren. Foto: Neher

Insektenschutzsysteme können mehr als nur Mücken abwehren. Je nachdem, welches Gewebe verwendet wird, haben sie unterschiedliche Zusatznutzen.

Bei einem kalten Winter gibt es im Sommer weniger Mücken. So lautet ein hartnäckiges Gerücht – das leider nicht der Realität entspricht. Selbst eisige Winter schützen uns nicht vor Insekten. Diese verfügen über eine Art Frostschutzmittel, das ihnen hilft, gut über die kalte Jahreszeit zu kommen. Infolgedessen haben ab Frühjahr Insektenschutzgitter Konjunktur. Diese gewähren den zusätzlichen Vorteil, dass sie häufig auch Pollen draußen halten. Ein Aspekt, der vor allem Allergiker durchatmen lässt.

Alukon bietet in diesem Bereich ein ECARF-zertifiziertes Pollenschutzgewebe an, das hochtransparent ist. Daneben hat der Hersteller noch drei weitere Gazen im Sortiment: eine reißfeste, die er bei besonderen Beanspruchungen, zum Beispiel durch Kinder oder Haustiere, empfiehlt. Eine, die einen guten Durchblick zulässt. Und seine Standardgaze, die aus Glasfasergewebe besteht und an den Kreuzungspunkten zusätzlich kunststoffummantelt ist.

Alle vier bietet Alukon in zwei verschiedenen Farben an. Sie werden in die unterschiedlichen Systeme des Herstellers montiert. Dessen Produktpalette umfasst neben Spannrahmen, Plisseetüren und Schiebetüranlagen außerdem im Rollladenkasten integrierte Rollos und vieles mehr.

Insektenschutzsysteme ist nicht die einzige Thematik die im Magazin "Bauelemente + Technik" eine Rolle spielt, auch spielen Themen wie Treppenbau und Smart-Living spielen ein Rolle in der Ausgabe 4.

Zu Bauelemente und Technik

Individuell konfektioniert

Alle Systeme können individuell auf Maß gefertigt werden und sind in 40 ausgewählten RAL-Farben ohne Aufpreis oder in RAL nach Wahl erhältlich. Alukon liefert seine Insektenschutzprodukte in fertig und teilfertig konfektionierten Elementen sowie in einzelnen Systembauteilen aus. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Outfly. Nach eigenen Angaben bietet das Unternehmen für jeden Einsatzzweck das passende System, um den Wohnbereich nicht nur von Insekten, sondern auch von Pollen und Verschmutzungen nahezu freizuhalten. Die Produkte des Herstellers können individuell konfektioniert und die erforderlichen Systemkomponenten außerdem als Systemware für die Eigenfertigung gekauft werden. 

Zudem hat Outfly für seine Rahmen ein Befestigungssystem entwickelt, das einen passgenauen Sitz für die unterschiedlichsten Einbausituationen ermöglicht. Bohrungen sind nach Aussage des Unternehmens nicht erforderlich. Die Rahmen der drei neuen Spannrahmenprofile SP-600, SPB-600 und SPF-600 werden mit Alu-Eckwinkeln verpresst und sind untereinander kombinierbar. Nach Herstellerangaben ermöglicht ihre stirnseitige Bürstennut eine umlaufende Dichtung – auch bei Profilkombinationen. Einhängehaken können drehbar über die Profilecke als Drehhaken montiert werden. Als Fixhaken montiert, sei die Befestigung am Fenster auch mit Lang-/Kurzhaken möglich und jederzeit in der Höhe einstellbar. Zudem bietet Outfly ein Plissee-Fliegengitter an, dessen Schieberichtung beidseitig möglich ist.

Das Plisseegewebe gibt es mit Nano-Beschichtung, wasser- und schmutzabweisend. Bei den Insektenschutzrollos des Dachfensterherstellers Roto hat der Kunde hingegen die Auswahl zwischen dem Standard- sowie dem speziellen „Transpatec“-Gewebe. Letzteres erlaubt aufgrund der dünnen Garnstärke einen größeren Luftdurchlass und eine bessere Sicht, wobei gleichzeitig die Robustheit steigt – so das Unternehmen. Zudem lasse sich das Insektenschutzrollo unkompliziert mit anderer Innenausstattung, wie zum Beispiel einem Roto-Verdunkelungsrollo, kombinieren. Dabei bleibe das Lüften weiterhin uneingeschränkt möglich.

Neben Rollos bietet Lämmermann außerdem Plissees für Dachfenster an. Sie sind nach Meinung des Unternehmens momentan der Trendsetter im Sonnen- und Insektenschutz. Durch die spezielle Faltung des Gewebes (Plissierung) entstehe eine besondere Optik, die im eingeschobenen Zustand platzsparend zwischen den Profilfalzen eingebettet ist. Die Einbautiefe der Dachfensterplissees beträgt lediglich 22 Millimeter. Geringe Spaltmaße zwischen dem plissierten Gewebe und der oberen und der unteren Führungsschiene sowie ein in der Profilschiene integriertes Magnetband sollen für insektenfreie Wohnräume sorgen.

Zutritt für Haustiere

Damit Käfer, Mücken, Fliegen und Co. draußen bleiben, der Familienhund oder die Katze jedoch nicht vor der Insektenschutztür sitzen, hat Beck + Heun sein Sortiment durch Haustierklappen erweitert. Diese können in die Drehtüren des Anbieters integriert werden und sind in einer großen und einer kleinen Ausführung erhältlich. So können die geliebten Vierbeiner den Wohnraum betreten beziehungsweise verlassen, ohne dass ihnen jemand die Tür aufhalten muss. Ergänzt werden die Klappen durch das Pet-Screen-Gewebe. Es besitzt eine Fadenstärke von 0,6 Millimeter, ist schwarz und wird mit einer Sichtfläche von 45 Prozent gut von den Vierbeinern wahrgenommen. Ein ähnliches System bietet auch Neher an. Bei ihm kann die Haustierklappe zudem so montiert werden, dass sie nur von einer Seite aus begehbar ist. Dadurch können fremde Tiere nicht ins Haus gelangen. Auf seiner Homepage weist der Hersteller darauf hin, dass nicht alle Katzen die Klappe sofort akzeptieren und eventuell in der Anfangszeit den Insektenschutz als Kratzbaum missverstehen. Aus diesem Grund empfiehlt er ein spezielles Gewebe. Bei ihm hat es den Namen Katzengewebe und ist siebenmal reißfester als normales Fiberglasgeflecht. Doch nicht nur für die Haustiere bietet Neher viel Komfort, sondern gleichermaßen für ihre Besitzer. Das Elektrorollo des Unternehmens wurde speziell für große Insektenschutzelemente entwickelt und eignet sich zum Beispiel für Terrassen mit Schiebetür. Hier bietet es den Vorteil, dass es im Gegensatz zur Pendeltür nur wenig Platz benötigt und eine Einbautiefe von nur 70 Millimeter (Elek­trorollo ER1) erforderlich ist. Es kann per Wandbedienung oder Funkhandsender betrieben und gleichzeitig an die Haussteuerung (KNX, Tahoma, BUS ...) angeschlossen werden.

Insektenschutz ist nicht nur Teil von Bauelemente und Technik, auch die grüne Branche setzt sich mit dieser Thematik auseinander. markt in GRÜN hat hier einen besonderen Schwerpunkt und Berichtet ausführlich über Produkte rund um den Garten.

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