Der Wert der im Jahr 2020 in Deutschland produzierten Schlösser und Beschläge hat laut Statistischem Bundesamt bei insgesamt 6,4 Milliarden Euro gelegen. Nachdem sich im 3. Quartal die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Schloss- und Beschlagproduktion bereits merklich abgeschwächt haben, konnte im 4. Quartal wieder ein branchenweiter Produktionszuwachs verzeichnet werden. Dennoch wurde das Jahr in der Summe mit einem Minus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen, wie der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) auf Basis der Amtsdaten mitteilte.
Bei Schlössern und Beschlägen für Gebäude liegt demnach die Produktion für das Gesamtjahr 2020 mit drei Milliarden Euro jedoch 2,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die deutsche Bauwirtschaft konnte im 1. Quartal des vergangenen Jahres noch von den milden Wintermonaten profitieren. Ab der zweiten Märzhälfte konnte sie sich trotz der mit Hygienemaßnahmen fortgesetzten Bautätigkeit nicht vollständig der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung entziehen. Bis zum Ende des 3. Quartals konnten die bauzuliefernden Schloss- und Beschlaghersteller diese Rückgänge jedoch schon fast wieder kompensieren, bevor das außerordentlich gute 4. Quartal (770 Millionen Euro, +11,9 Prozent) die Gesamtjahresproduktion noch über den Vorjahreswert heben konnte.
