Der Produktionsverbindungshandel (PVH) ist mit dem Verlauf des 1. Quartals 2021 recht zufrieden.
Der Produktionsverbindungshandel (PVH) ist mit dem Verlauf des 1. Quartals 2021 recht zufrieden. (Quelle: Redaktion/kosi)

Fachhandel 2021-05-19T11:42:02.492Z PVH erlebt gutes 1. Quartal

Der Produktionsverbindungshandel (PVH) mit Schwerpunkt bei Beschlägen, Werkzeugen und Vollsortimenten ist trotz Covid-19-Pandemie und zunehmenden Problemen bei der Warenverfügbarkeit mehrheitlich zufrieden mit der wirtschaftlichen Entwicklung im 1. Quartal 2021 und geht von einem soliden Wachstum im 1. Halbjahr aus. Das geht aus der Stimmungsbildumfrage des Zentralverbandes Hartwarenhandel (ZHH) hervor, die der Verband bereits zum sechsten Mal seit Pandemiebeginn durchgeführt hat.

Demnach bewerten 69 Prozent der befragten Mitglieder die jetzige Umsatzsituation als besser (bis fünf Prozent Wachstum) oder viel besser (mehr als fünf Prozent Wachstum) als im 1. Quartal 2020. Getragen wird das Wachstum von Preisanstiegen, überproportional bei PVH-Betrieben mit einem Stahlsortiment, der weiterhin ungebrochenen Nachfrage nach Corona- und Arbeitsschutz-Artikeln, aber auch aus dem Handwerk, dem Wohnungsneubau und der Möbelindustrie.

Als problematisch erweisen sich allerdings sortimentsübergreifende Lieferengpässe und -verzögerungen sowie Preissteigerungen, die auf Verwerfungen in den internationalen Lieferketten und auf eine gesteigerte Nachfrage bei Rohmaterialien vor allem aus Nordamerika und China zurückgeführt werden. 52 Prozent der Fachhändler berichten von erheblichen Problemen bei der Warenversorgung, 48 Prozent von Teil-Engpässen. Trotz voller Auftragsbücher droht manchen verarbeitenden Betrieben der Stillstand und/oder Kurzarbeit. Entsprechend zeigen sich auch nur noch 28 Prozent der Fachhandelsunternehmen zufrieden mit der Performance ihrer Lieferanten.

Nichtsdestotrotz schauen 80 Prozent der PVH-Betriebe optimistisch auch auf die wirtschaftliche Entwicklung im 2. Quartal und prognostizieren bessere oder viel bessere Umsatzergebnisse als im 1. Halbjahr 2020. Kritisch werden vom mittelständischen Großhandel vor allem das geringe Impftempo, unklare und uneinheitliche Regelungen, eine nicht pragmatische Bürokratie und wettbewerbsverzerrende Eingriffe in die unternehmerischen Freiheiten gesehen.

„Der PVH trotzt weiterhin der Pandemie“, resümiert Thomas Dammann, Hauptgeschäftsführer des ZHH und erläutert: „Der Fachhandel profitiert, dank guter Bevorratung, von der starken Nachfrage im Baugewerbe und Handwerk sowie den explodierenden Stahl- und Rohstoffpreisen. Sollten sich die Warenverfügbarkeit und Lieferzeiten im Zuge der wirtschaftlichen Erholung stabilisieren, steht einem erfolgreichen Jahr 2021 derzeit wenig im Wege“.

zuletzt editiert am 19. Mai 2021
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