Kaum ein Bereich beim Bau eines Gebäudes kann bereits vollständig als Teil eines Smart Buildings bezeichnet werden.
Kaum ein Bereich beim Bau eines Gebäudes kann bereits vollständig als Teil eines Smart Buildings bezeichnet werden. Quelle: BVDW

Smarte Gebäude

15. March 2021 | Teilen auf:

Reifegradmodell für Smart Buildings vorgestellt

Eine Studie zum Thema „Smart Building. Erfolgskritische Trends und Anwendungsfälle für Gebäudeplanung und Betrieb“ haben der Aufzugs- und Fahrtreppenhersteller Otis, der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) sowie den Unternehmensberatungen mm1 und digitalconnection durchgeführt. Die Ergebnisse wurden kürzlich in Berlin im Rahmen der „Smart World Convention“ des BVDW bekannt gegeben.

Die Studie zeigt, dass das Smart Building eine große Bedeutung für die nachhaltig geplante Stadt hat. Allerdings existiert noch kein einheitliches Verständnis vom Begriff des Smart Building, was die Entwicklung und Bereitstellung smarter Gebäude erschwert.

Ein weiteres Ergebnis der Erhebung ist, dass die Digitalisierung von Gebäuden erst am Anfang stehe. Unterschiede sind hierbei allerdings zwischen einzelnen Anwendungsbereichen zu erkennen. So ist etwa die Digitalisierung bei Gebäudesicherheit und Brandschutz weiter fortgeschritten als bei der Wasserversorgung. Insgesamt gilt es, bei der Gebäudedigitalisierung diverse Herausforderungen anzugehen: Für die Planung von Neubauten ist etwa die frühzeitige Berücksichtigung von Technologien wie dem Building Information Modeling (BIM) oder die Nutzung eines Digital Twins (digitaler Zwilling) entscheidend. Weitere Themen von hoher Relevanz für ein Smart Building sind der Datenschutz und das Schnittstellenmanagement. Hierbei bestehen Herausforderungen, da es kein umfassendes rechtliches und gesellschaftliches Regelwerk gibt, das einen einfachen, schnellen und sicheren Zugang zu Daten ermöglicht.

„Heutzutage wird häufig von Smart Buildings gesprochen, aber nicht immer ist eindeutig, was genau sich hinter diesem Begriff verbirgt. Es mangelt zudem an einem Modell, das den Reifegrad festlegt und für alle Gewerke einen gemeinsamen Blick und Vergleich ermöglicht. Mit der Studie möchten wir zu einer systematischeren Betrachtungsweise des Smart Buildings – und damit einem der wichtigsten Elemente von modernen Städten – beitragen“, so Udo Hoffmann, Otis Vice President & General Manager, Germany & Austria. „Die Studie zeigt, dass Kompetenzen zur Digitalisierung von Gebäudestrukturen aufgebaut werden müssen. Neben dem digitalen Know-how sind für die künftige Entwicklung neue Kooperationsmodelle und eine starke Kommunikation und Abstimmung der relevanten Akteure der Gebäudewirtschaft untereinander entscheidend“, betont Julia Exner, Otis Director Digital & Field Marketing EMEA.

Ein Kernelement der Studie soll ein eigens hierfür entwickeltes Reifegradmodell sein. Es ermögliche, den aktuellen Umsetzungs- und Leistungsstand von Anwendungen eines Smart Buildings zu kategorisieren und zu bewerten. Mehr zur Studie finden Sie hier: https://www.webcargo.net/l/14N5pMJMcg/