Seit 2021 befinden sich etwa 35 Milliarden intelligente Geräte im Internet der Dinge (IoT) weltweit online. Für 2025 lautet die Prognose: 75 Milliarden. Hersteller und Fachhändler müssen im engen Informationsaustausch stehen, um Kunden gezielt beraten zu können. Ob über Webseiten, im Live-Chat, Webinare, Schulungen, Workshops oder im direkten persönlichen Gespräch des Showrooms. Die Lupus-Electronics GmbH aus Landau beispielweise hat dafür ein spezielles Programm für Fachhändler aufgelegt.
Bärbel Rechenbach
Nichts ist älter als die Automation von heute. Was gerade noch der Renner ist, fristet kurz darauf schon als Ladenhüter sein Dasein. Deshalb müssen Fachhändler als Trigger neben ihrem Alltagsgeschäften permanent ihr Fachwissen auffrischen, um für aktuelle Kundenwünsche nach neuster Heim- und Gebäudetechnik passende Lösungen anzubieten.
Wie sind smarte Geräte klug zu vernetzen? Welche machen für mich Sinn, welche nicht? Was ist überbordend? Wo und wie werden Maßnahmen finanziell gefördert? Wo und wie kann ich mehr erfahren? - sind dabei meistgestellte Fragen. Hilfestellung erhalten die Händler auf vielfältigste Weise direkt bei Herstellern. Enger Kontakt ist die einzige Möglichkeit, weiß Christoph Schell, Teamleiter Vertrieb bei Lupus, um im digitalen Wachstumsmarkt die Nase weltweit vorn zu haben. Genau das will die aus dem pfälzischen Landau ansässige Firma und stellt Interessierten ein perfektes „Rund um Betreuungsprogramm“ bereit. Die perfekt gestaltete Webseite spricht für sich. Sie gewährt schnell und ohne Schnörkel Zugriff auf neueste Produkte, Anwendungen und Fördergelder. Ein spezieller Rider lenkt den Fokus auf Smart Home. Dieser ist mittlerweile auf den meisten Webseiten der Branche zu finden. Lupus stellt hier detailliert Einzellösungen sowie umfassende Systemlösungen hochwertiger Gefahrenmelde-, Gebäudeautomations- und Videoüberwachungslösungen vor, die für den Einbau in Wohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäusern, Geschäften, Büros sowie großen Industriebetrieben geeignet sind.
Für ihre Fachhändler hat das Unternehmen ein spezielles Certified Partner Programm angelegt. „Das beinhaltet nicht nur besondere Einkaufskonditionen mit kostenlosen vierwöchigen Produkttests“, hebt Christoph Schell hervor. „Unser Anspruch ist eine professionelle Kundenbetreuung. Dazu zähle ich die kostenlose technische Hotline-Beratung und Projektierungsunterstützung genauso wie den schnellem Retouren-Service und professionelle Schulungen. Unsere Fachhändlern erhalten regelmäßige Updates, die sie zu Smart Home, Gebäudevernetzung und unseren Produkten brauchen.“ Oft seien die Kunden überrascht, berichtet er, dass das Lupus System insgesamt wirklich so einfach funktioniere und halte, was es verspricht. Sie hätten es sich komplizierter vorgestellt, meinen sie. Nachfragen hilft also immer, um schnell Bedenken oder gar Ängste vor digitalem Neuem abzubauen. „Die meisten Anfragen erreichen uns gegenwärtig“, so Christoph Schell, „zur Steuerung und Vernetzung unserer Alarm- und Gefahrenmelder mit anderen Geräten der Haustechnik unter anderen der Jalousien oder Heizung. Unser Team kann darauf fachgerecht Auskunft geben.

Auch wenn es Anlagen betrifft, die noch gar nicht auf dem Markt sind. Dabei denkt er vor allem an den neuen Lupus IoT-Mobilfunkrauchmelder, der momentan gemeinsam mit der Telekom Deutschland- und im Roaming-in europaweit, getestet wird. Was dessen Vorzüge angeht, verweist er auf markante Merkmale, die künftig auch branchenübergreifend Maßstäbe setzen: Täglicher Selbsttest nach DIN 14676-1 C, einfache Echtzeit Multi-Level-Verwaltung über die Mobilfunk-App und der Lupus Cloud. Die Lebensdauer der Batterie beträgt zehn Jahre. Der Melder lässt sich unbegrenzt skalieren, einsetzen und kommt ohne Gateway, lokales Internet und lokale Stromversorgung aus. Eine SIM-Karte ist bereits integriert, sodass hier keine Zusatzkosten entstehen. Rauchwarnmeldungen werden sofort erfasst und weitergeleitet. „Vergleichsweise zur klassischen zentralen Steuerung, können unbegrenzt viele Geräte in unbegrenzte Reichweite über vollständig dezentral arbeitende Endgeräte integriert werden. Das ermöglicht eine störungsfreie Funktion ohne Ausfall.“ Unter dem neuen Rider „Service“ auf der Webseite lassen sich alle Produkte live und online zu testen. Dieser enge Kontakt zu Fachhändlern und potenziellen Kunden hilft, die Qualität unserer Produkte immer weiterzuentwickeln, sodass wir jetzt schon auf zukünftige Herausforderungen eingestellt sind und auch Welt-Neuheiten entwickeln können. Die Lupus „LE232“ Alarmkamera steht dafür, ist auf der Webseite mit einem auffälligen Button markiert und daher sofort erkennbar.
Experten antworten auch im Chat
In Zeiten der Callcenter und Warteschleifen ähneln persönliche Ansprechpartner oft einem Sechser im Lotto. Die Plattform www.baufragen.de steuert dagegen und vereint Anwendungstechniker, Produktmanager, Objektberate und weiteren Fach- und Führungskräfte aus 40 Baubranchen im Chat. Hier stehen Christoph Schell sowie über 200 andere professionelle Experten Rede und Antwort. Darunter auch Fachleute der Geze, Gretsch-Unitas, Hörmann oder der Raico Bautechnik, die ihre Infos, hier einfach nutzbar vermitteln.
Häufig beziehen sich die Fragen auf Kompatibilität unterschiedlicher Geräteanbieter und auf Nachrüstungen. Insellösungen sind dabei erfahrungsgemäß out. Vielmehr wird erwartet, dass Sicherheits- und Beschlagtechnik, ob neu installiert oder vorhanden, mit Licht, Beschattung oder Heizung smart über digitale Funktechnik miteinander koppelbar sind. Zigbee wäre ein solcher Funkstandard. Unter www.ubisys.de findet man dahingehend sowohl Antwort als auch praktische Lösungen, die auf dieser Smart Home Funktechnik basieren und Vernetzungsmöglichkeiten fast alle Elektrogeräte aufzeigen. Es wird ein eigenständiges Netz aufgebaut, das sich im Gegensatz zu WLAN oder Bluetooth selbst administriert, um einen möglichst geringen Pflege- und Energieaufwand zu erzielen. Hier können die Geräte kommunizieren, Daten austauschen und gesteuert werden. Auch batteriebetriebene. Die Funkreichweite beträgt je nach Leistung und baulicher Umgebung zwischen zehn und 20 Metern sowie bei idealen Bedingungen auch bis zu 100 Meter. Bei Neuinstallationen wie bei Nachrüstungen.
Darüber hinaus präsentiert auch die Mediola – Connected Living AG erfolgreich innovative Lösungen betreffs Full-Service IoT-Solutions für OEM, die man auf deren Webseite auch im Video ansehen oder virtuell kostenlos testen kann. Mit Hilfe des Smart Home Netzwerkes „WORKS WITH Mediola“ lassen sich Geräte über Marken- und Technikgrenzen hinweg zu einer smarten Einheit kombinieren und bequem über App und Sprache bedienen. Ergänzt wird das Ganze mit dem Namen derjenigen Partner, deren Geräte mit mediola kompatibel sind.

Zunehmend Kopfschmerzen bereiten Smart-Home-Herstellern wie Händlern immer vielfältigere und komplexere Produktvorschriften und Normen für Qualität und Sicherheit.
Als zuverlässiger Partner für Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsdienstleistungen hat sich hier seit langen die weltweit agierende CSA Group bewährt, die 2021 ihre neue Europazentrale mit zwei Prüf- und Inspektionsgebäude ins bayerische Plattling verlegte. Das soll Herstellern helfen ihre Produkte effizienter auf globalen Märkten vermarkten zu können.
Um im Smart Home auf dem neusten Stand zu sein, bewähren sich nach wie vor fachgerechte Schulungen. Mit interessanten Webinaren, e-Learnings, Workshops und Seminaren wartet unter anderem die Jung-Akademie auf. In der Region Stuttgart hat sich die Schützinger Handelsvertretung auf Themen der Gebäudetechnik und des Brandschutzes spezialisiert. In der Region Freiburg unterstützt die Fred Abel GmbH Interessierte mit Fachwissen. Ähnlichen Service erhält man bei der Industrievertretung Ralph Knobloch in der Region Mannheim oder in der Region Trier bei der Bernd Oedekoven GmbH. Großer Beliebtheit erfreuen sich ebenfalls die Jung Neuheiten-Touren oder Fachplaner-Seminare deutschlandweit.
Der Schloss- und Beschlagmarkt kann in seinen Beiträgen immer nur einige Tipps geben, wie Smart Home/Building verständlicher werden kann. Deshalb lohnt es sich durchaus, auch Messen/Events für den Informations- und Erfahrungsaustausch zu nutzen oder beispielsweise den kostenfreien NRW-Experten-Talk der Smart Home Initiative Deutschland digital zu verfolgen. Dabei tauschen sich Experten zu einem bestimmten Smart-Home-Thema aus. Beim nächsten Talk geht es um das Thema „Mehr Sicherheit beim Wohnen durch smarte Technik“. Interessierte können sich gern bei Klaus Scherer (ksc@smarthome-deutschland.de) per Mail anmelden und erhalten einen Link zum Talk.
Smarte Förderung
Seit dem 1. Juli 2021 gilt für die Smart-Home-Förderung die modernisierte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Sie wurde vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) neu aufgelegt und ersetzt den KfW-Zuschuss. – mit einer Förderung von ganzen 20 Prozent der Brutto-Investitionskosten.
Diese Maßnahmen werden finanziell unterstützt.
- Wohngebäude (BEG WG) – energetische Sanierung oder Neubau von Wohngebäuden
- Nichtwohngebäude (BEG NWG) – Sanierung oder Neubau von Nichtwohngebäuden
- Einzelmaßnahmen (BEG EM) – Sanierung mit Einzelmaßnahmen an Wohn- oder Nichtwohngebäuden
Beim Nachrüsten smarter Technik sieht das Förderprogramm BEG-Einzelmaßnahme (EM) vor:
- Sanieren der Gebäudehülle
- Modernisieren der Anlagetechnik
- Modernisierung von Wärmeerzeugern
20 Prozent der Sanierungskosten sind unabhängig von BEG steuerlich absetzbar.
Betrifft Smart-Home das Nachrüstung eines altersgerechten Umbaus (auch Einbruchschutz) kann die KfW-Förderung weiterhin genutzt werden.