In Sachsen galt die Regelung bisher nur für Neubauten sowie bei wesentlichen Nutzungsänderungen von Bestandsbauten. Die aktualisierte Rauchwarnmelder-Vorschrift gilt für alle Schlafräume in Privatwohnungen sowie für Flure, die zu diesen Räumen führen und als Rettungsweg dienen können.
In Sachsen galt die Regelung bisher nur für Neubauten sowie bei wesentlichen Nutzungsänderungen von Bestandsbauten. Die aktualisierte Rauchwarnmelder-Vorschrift gilt für alle Schlafräume in Privatwohnungen sowie für Flure, die zu diesen Räumen führen und als Rettungsweg dienen können. (Quelle: bvbf)

Beschlag- und Sicherheitstechnik

15. June 2022 | Teilen auf:

Sachsen weitet Rauchwarnmelder-Pflicht aus

Nicht nur Neubauten, sondern auch alle Bestandsbauten müssen in Sachsen mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden. Das hat der sächsische Landtag in Dresden mit der Neufassung der für das Bundesland geltenden Bauordnung beschlossen. Für die veränderte Regelung zur Ausstattung von Gebäuden mit Rauchwarnmeldern gilt eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2023.

Der Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe (bvbf) begrüßt diesen Beschluss ausdrücklich. „Damit schließt sich in Deutschland eine weitere Sicherheitslücke im vorbeugenden Brandschutz“, sagt Verbandsgeschäftsführer Carsten Wege. „Immer noch sind in Deutschland jedes Jahr rund 350 Brandopfer zu beklagen. Die meisten davon kommen durch giftige Rauchgase ums Leben. Insbesondere im Schlaf ist die Gefahr sehr groß, entstehenden Rauch nicht wahrzunehmen, weil dann der Geruchssinn des Menschen nahezu ausgeschaltet ist. Die kleinen ‚Lebensretter‘ warnen daher durch einen nicht zu überhörenden schrillen Alarm. So können sich die Bewohner noch in Sicherheit bringen, einen Löschversuch unternehmen und die Feuerwehr verständigen.“

In Sachsen galt die Regelung bisher nur für Neubauten sowie bei wesentlichen Nutzungsänderungen von Bestandsbauten. Die aktualisierte Rauchwarnmelder-Vorschrift gilt für alle Schlafräume in Privatwohnungen sowie für Flure, die zu diesen Räumen führen und als Rettungsweg dienen können. Analog gilt die Vorschrift für entsprechende Räume in Beherbergungsstätten, Tageseinrichtungen für Kinder und alte Menschen sowie Menschen mit Behinderung, für Krankenhäuser, sonstige Einrichtungen zur Unterbringung von Personen und Wohnheime jeder Art, sofern nicht schon eine automatische Raucherkennung und angemessene Alarmierung sichergestellt sind. Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Rauchmelder obliegt den unmittelbaren Besitzern, es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.

zuletzt editiert am 17.06.2022