Ennepetal – Außentüren von Kindertagesstätten müssen sicher sein. Sie sollen vor unerlaubtem Zutritt schützen, gleichzeitig aber den sicheren Zugang für die Eltern während der Bring- und Abholzeiten gewährleisten. Bei den Kita-Luna-Einrichtungen in München sorgt dafür das cloudbasierte Zutrittssystem „exivo“ von Dormakaba.
Kita Luna ist ein privater Träger von Kindertageseinrichtungen. Im Jahr 2008 wurde die erste von mittlerweile zwölf Einrichtungen in München eröffnet. Kita Luna differenziert sich mit einem offenen Konzept und qualifizierter sprachlicher Bildung von der aktuellen Betreuungslandschaft in München. Dabei wird großer Wert auf eine gleichbleibende und hohe Qualität der Pädagogik gelegt. Dem pädagogischen Handeln liegen eine offene Haltung, Wertschätzung und das inklusive Handeln und Denken zugrunde. Der pädagogische Schwerpunkt liegt zusätzlich in einer sehr guten Organisation von Lernprozessen, die in erster Linie durch Spielsituationen und soziale Interaktion angeregt werden. Orientiert einzig und allein an jedem einzelnen Kind werden bei den Kindern ein Spektrum an Interessen entwickelt, ihr Sozialbewusstsein gestärkt, und sie werden ermutigt, in ihre Fähigkeiten zu vertrauen. Ziel des Erzieherteams ist es, für die anvertrauten Kinder einen sicheren und liebevollen Ort zu schaffen. Inzwischen werden in den Einrichtungen bis zu 942 Kinder betreut, gebildet und gefördert.
Skandinavisches Vorbild
Seit 2018 gehört Kita Luna zu der nordeuropäischen Bildungsgruppe Acade Media. Da die Bildungsziele in Skandinavien und Deutschland sehr ähnlich sind, lässt sich von den Erfahrungen des vielfach preisgekrönten skandinavischen Bildungsmodells profitieren. Derzeit ist AcadeMedia Deutschland mit den Trägern Espira, Joki, Kita Luna und Stepke mit rund 80 Kitas in sechs Bundesländern vertreten. Während die Kitas große Selbstständigkeit und Handlungsfreiheit bei der Gestaltung und Entwicklung der pädagogischen Arbeit genießen, dient die Bildungsgruppe als zuverlässiger Garant für übergeordnete Aufgaben wie Verwaltung, Marketing und Facility Management. „Wir betreuen die Kitas in allen technischen Belangen, machen Wartungen und sind auch für die Zugangslösungen verantwortlich“, erklärt Benno Stefanec, Regional Facility Management bei der AcadeMedia.
Bisher waren für den Zutritt rein mechanische Schließsysteme in den Einrichtungen im Einsatz. Bei den vielen Mitarbeitern sind natürlich viele Schlüssel im Umlauf, und das Schlüsselmanagement ist aufwendig. Deshalb suchte man nach einer anderen Lösung, die den Eltern zu festen Zeiten den Zutritt zu den Kitas ermöglicht, ohne dass Schlüssel ausgegeben werden müssen. „Wir wollten ein einfaches, sicheres, aber innovatives System, das zentral zu verwalten ist und bei dem wir Zutrittsberechtigungen schnell erteilen oder entziehen können“, betont Benno Stefanec. Außerdem sollte das System das Personal vor Ort entlasten, das bisher den Eltern die Türen öffnet. Um die hauseigene IT zu entlasten, bestand der Wunsch nach einer cloudbasierten Lösung, für die man keinen zusätzlichen Server und Software anschaffen muss. „Wir haben uns für 'exivo' entschieden, weil man mit dieser einfachen Lösung die Eingangstüren nun per Smartphone öffnen kann. Das Smartphone hat man immer dabei und gibt es auch nicht aus der Hand.“

Das Zutrittssystem sei komfortabel und mache das Leben für die Systembetreuer einfacher. Sie managen die gesamte Zutrittskontrolle über eine webbasierte Plattform und haben so alle Zutrittsrechte stets zu 100 Prozent unter Kontrolle – für jeden Zugang und für jede Person. Die Zentrale kann alle Einrichtungen verwalten und jede Einrichtung sich selbst. So wird jede Kita entsprechend den spezifischen Anforderungen für sich autonom geplant und vor Ort selbst verwaltet, beispielsweise bezüglich Schließzeiten, Elternzutritte und Mitarbeiterwechsel. Übergeordnet kann die Verwaltung alle Anlagen betreuen und somit auch zum Beispiel standortübergreifend Schließberechtigungen für Dienstleister erteilen.
Das System konfiguriert und die Zutrittskomponenten vor Ort installiert hat ZeSec Solution aus Haar bei München, ein Partner von Dormakaba. Aktuell sichert das System die Hauptzugänge zu den Einrichtungen ab. Dazu wurden die Eingangstüren mit elektronischen Türschlössern ausgerüstet. Je nach örtlicher Gegebenheit sind Zutrittsleser mit BLE, Digitalzylinder oder elektronische Türbeschläge sowie Zutrittsmanager und Gateways im Einsatz.

Zutritt per App
Die Mitarbeiter und die Eltern haben auf ihrem Smartphone nun eine App mit der Berechtigung für die entsprechenden Kita-Türen. Auch die älteren Hortkinder können nachmittags mit ihrem Smartphone oder einem Chip ebenfalls hinein. Das hat viele Vorteile: Die Eltern müssen nicht mehr bei Wind und Wetter vor verschlossenen Türen warten. Das Personal muss keine Türen mehr öffnen, keine Schlüssel mehr ausgeben und einziehen, sondern erteilt über die intuitive Bedienoberfläche des Systems schnell und bequem die Zugangsrechte. Die digitalen Schlüssel erhalten bereits beim Erstellen ein vorläufiges Ablaufdatum. So hat sich der Verwaltungsaufwand insgesamt stark verringert.
Nicht nur den Eltern oder den Hort-Kindern kann AcadeMedia temporäre Berechtigungen erteilen, sondern auch Personen, die Reparaturen durchführen. „Das Service-Personal erhält einen Link mit der Berechtigung. Wir müssen keine Schlüsselübergabe mehr machen, und die Verwaltung dafür fällt weg. Das spart natürlich Zeit. Sollte jemand mal nicht angemeldet sein und an der Einrichtung klingeln, dann können wir die entsprechende Eingangstür remote öffnen“, erklärt Benno Stefanec. Aufgrund der Cloud kann er die Anlagen von überall betreuen.
Nachdem das System bereits eine Weile reibungslos läuft, zieht Regional Facility Manager Stefanec eine positive Bilanz: „Die Eltern sind von der neuen Lösung hoch begeistert. Das System ist sehr flexibel und für alle Beteiligten leicht zu bedienen. Es entlastet uns und unsere Mitarbeiter deutlich.“
Eingeführt wurde die Lösung in sechs Kita-Luna-Einrichtungen mit rund 200 bis 300 Nutzern täglich pro Standort.