„Living Places“ verbessert Nachhaltigkeit und Raumklima.
Für die Ausstattung der Häuser wurden ausgewählte Materialien, Textilien, Farben, Möbel und Accessoires eingesetzt. (Quelle: Velux, Adam Mørk)

Industrie 2024-01-22T13:48:45.857Z Mehr Nachhaltigkeit und
besseres Raumklima

Hamburg – Die Bauindustrie ist für 34 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und 37 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Wie der CO2-Fußabdruck nachhaltig reduziert werden kann, zeigt das Bauprojekt „Living Places“ in Kopenhagen des Dachfensterherstellers Velux.

Der jüngste Bericht des UN-Klimarats zeigt deutlich auf, dass insbesondere die Baubranche dringend ihren Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten muss. Mit dem Bauprojekt „Living Places“ zeigt Velux, wie Wohnhäuser mit einem CO2-Ausstoß von lediglich 3,8 Kilogramm pro Quadratmeter und Jahr gebaut werden können. Das Konzept weist damit im Vergleich zum Marktstandard die niedrigsten CO2-Emissionen für Wohnimmobilien auf. Gemessen am „Active House“-Standard erfüllen „Living Places“-Häuser zudem die Anforderungen für die Raumklima-Klasse 1.

Fünf Grundprinzipien

„Als Teil einer Branche, die für einen großen Teil der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist, möchten wir Verantwortung dafür übernehmen, nachhaltiger zu bauen. Mit diesem Projekt zeigen wir, wie das schon heute möglich ist“, sagt Tina Mayn, Executive Vice President für Produkte bei der Gruppe. „Living Places“ folgt fünf Grundprinzipien: Gebäude sollen gesund für Mensch und Umwelt, einfach, anpassungsfähig und skalierbar sein sowie gemeinsam genutzt werden können. Dieser flexible Ansatz kann auf jedes Haus, jede Gemeinde oder Stadt angewendet werden, reicht von Neubauten bis hin zur adaptiven Wiederverwendung und soll erschwingliche Gebäude ermöglichen. Zu jedem dieser fünf Grundprinzipien vergleicht das Konzept marktübliche Standards und dokumentiert anhand eigener Entwürfe Verbesserungen hinsichtlich Nachhaltigkeit und Raumgesundheit.

„Living Places“ verbessert Nachhaltigkeit und Raumklima.
Zu den sieben Prototypen des Bauprojekts „Living Places“ gehören fünf offene Pavillons und zwei fertige, voll funktionsfähige und ausgestattete Wohnhäuser. (Quelle: Velux, Adam Mørk)
„Living Places“ verbessert Nachhaltigkeit und Raumklima.
Die Häuser stehen in Kopenhagen und können noch bis Ende November 2023 besichtigt werden. (Quelle: Velux, Adam Mørk)

Architektur der Zukunft

Mit dem Bau von „Living Places“ in Kopenhagen wird das Konzept erlebbar. Die temporäre Installation befindet sich auf dem Gelände eines stillgelegten Güterbahnhofs in Kopenhagen. Das ehemalige Industrieviertel Jernbanebyen ist städtebaulich im Wandel und bildet damit einen idealen Kontext, um nachhaltige Wohnformen und Architektur der Zukunft zu diskutieren. Die Gebäude umfassen fünf offene Pavillons und zwei fertige, voll funktionsfähige und ausgestattete Wohnhäuser. Für die Ausstattung der Häuser folgt das Planungsteam einem detaillierten Farb- und Möblierungskonzept, das ebenfalls ganz auf Nachhaltigkeit setzt und ausgewählte Materialien, Textilien, Farben, Möbel und Accessoires beinhaltet. „Living Places“ ist für Besucher seit 22. April bis Ende November 2023 geöffnet. In diesem Jahr ist Kopenhagen Welthauptstadt für Architektur.

„Die Ergebnisse zeigen, dass wir nicht auf zukünftige Technologien warten müssen, um nachhaltigere Gebäude zu bauen. Die Materialien, Lösungen und das Wissen sind bereits vorhanden – wir müssen sie nur ermöglichen und verbreiten. Ich hoffe, dass wir die Bauindustrie dazu inspirieren können, uns zu folgen“, sagt Lone Feifer, Direktorin für nachhaltiges Bauen bei der Velux-Gruppe.

„Living Places“ ist für Besucher noch bis Ende November 2023 geöffnet. Als offizieller Partner des UIA Weltkongresses für Architektur, der ebenfalls 2023 in Kopenhagen stattfindet, ist das Unternehmen Velux Gastgeber für eine Reihe von Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen auf dem Kongress. In diesem Jahr ist Kopenhagen Welthauptstadt für Architektur.

zuletzt editiert am 22. Januar 2024
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