Die Wirtschaftslage im Bauwesen, insbesondere in Teilen von Europa, ist angespannt. Die Energiekrise und der Mangel an Arbeitskräften belasten die Branche, hohe Material- sowie gestiegene Lohn- und Zinskosten verschärfen die Lage zusätzlich. In diesem anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld ließ sich das globale Wachstum von Schüco nicht wie in den Vorjahren fortsetzen: Die Schüco Gruppe hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Gesamtumsatz von 2,11 Milliarden Euro (7,4 Prozent unter Vorjahr, währungsbereinigt 4,7 Prozent unter Vorjahr) abgeschlossen.
Die Lage der Bau- und Immobilienwirtschaft lässt sich auch für 2024 nicht positiv einschätzen. Investoren – private und gewerbliche – halten sich weiterhin bei Neubauten und Sanierungen zurück. Die Sanierungsquote, die massiv gesteigert werden müsste, um die Klimaziele zu erreichen, sinkt aktuell sogar. Die Faktoren, die für die Baukrise in 2023 verantwortlich waren – hohe Energie- und Materialpreise, gestiegene Lohn- und Zinskosten, der Arbeitskräftemangel, regulatorische Hürden und fehlende Planungssicherheit – wirken sich weiterhin negativ auf die Entwicklung in 2024 aus und bremsen eine Verbesserung der Auftragslage. Auch wenn die Talsohle wahrscheinlich erreicht ist – Signale auf kurzfristige Besserung sind nicht wahrnehmbar, sagt das Unternehmen.
