Schwaches erstes Quartal für deutsche Möbelindustrie
Laut dem Statistischen Bundesamt konnten allein die Büromöbelproduzenten im ersten Quartal 2024 beim Umsatz zulegen. (Quelle: CecilKing, Pixabay)

Branche im Blick 2024-05-27T17:51:53.215Z Schwaches erstes Quartal für deutsche Möbelindustrie

Der Umsatz der deutschen Möbelindustrie ist im ersten Quartal laut dem Statistischen Bundesamt um 13 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zurückgegangen. Auf dem Heimatmarkt verbuchten die 416 Unternehmen (mit 50 und mehr Beschäftigten) ein Umsatzminus von rund zwölf Prozent. Im Ausland wurden rund 15 Prozent weniger umgesetzt. Der Exportanteil betrug 32,4 (Vorjahr: 33,2) Prozent, heißt es in einer Mitteilung.

„Das zuletzt zwar leicht erholte, aber insgesamt immer noch niedrige Konsumklima und das rückläufige Baugeschehen setzen unserer Branche stark zu“, stellt Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie, fest. Die Kaufzurückhaltung zeige sich auch in der verbandsinternen Auftragsstatistik. „Gemessen an den Stückzahlen lagen die Auftragseingänge von Januar bis März 2024 durchschnittlich um rund zwölf Prozent unter dem Vorjahreszeitraum“, so Kurth.

„Vor unseren Unternehmen liegen weitere herausfordernde Monate, denen die Firmen vielfach mit Kurzarbeit begegnen. Zumindest stellen wir aber in den vergangenen Wochen eine Stabilisierung bei den Auftragseingängen fest und hoffen auf eine Belebung des Wohnkonsums nach den freizeitgeprägten Sommermonaten“, sagt Kurth.

Am schwächsten entwickelte sich das Segment der „Sonstigen Möbel“, zu denen auch die Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel gehören. Die Sparte verbuchte einen Umsatzrückgang von rund 18 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. In der Küchenmöbelindustrie kam es zu einer Umsatzeinbuße von 16,5 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro. Die Polstermöbelhersteller setzten mit rund 260 Millionen Euro fast 15 Prozent weniger um als im Vorjahresquartal.

Bei den Herstellern von Laden- und sonstigen Objektmöbeln sank der Umsatz um rund fünf Prozent auf 425 Millionen Euro. Auch die Sparte Matratzen entwickelte sich rückläufig (minus ein Prozent auf rund 150 Millionen Euro). Zulegen konnten einzig die Büromöbelproduzenten (plus zwei Prozent auf rund 586 Millionen Euro), berichtet das Statistische Bundesamt.

zuletzt editiert am 27. Mai 2024
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