Zu sehen ist die Front eines Holzhauses in der Schweiz mit zwei Fenstern samt hölzerner Fensterläden und geschwungenen weißen Gardinen hinter den Sprossenfenstern. Links über dem Fenster hängen Holzgestänge, die bei der Heuernte dazu dienen, das Heu zum Trocken zu Haufen aufzutürmen. Im rechten Fensterglas spiegelt sich ein verschneiter Berghang.
Die Nachfrage nach Fenstern in der Schweiz sank im Jahr 2020 um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, gleichzeitig stieg aber der Durchschnittspreis eines Fensters um 4,3 Prozent, sodass hochpreisig verkaufende Anbieter an Marktanteil gewannen. Quelle: pasja1000/Pixabay

Bauelemente

22. March 2021 | Teilen auf:

Schweizer Fenstermarkt stellt sich neu auf

Auch der Fenstermarkt in der Schweiz ist im Corona-Jahr 2020 nicht eingebrochen und hat den Wirtschaftseinbruch sowie die Großinsolvenzen bei Swisswindows und Aerni erstaunlich souverän verkraftet. Das geht aus dem aktuellen Branchenradar Fenster in der Schweiz des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse hervor. Demnach sank zwar die Nachfrage nach Fenstern um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr, gleichzeitig stieg aber der Durchschnittspreis eines Fensters um 4,3 Prozent, sodass hochpreisig verkaufende Anbieter an Marktanteil gewannen. Infolgedessen erhöhten sich die Herstellererlöse um 1,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf rund 811 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet 735,21 Millionen Euro).

Absatzseitig war der Rückgang im Jahr 2020 zu etwa drei Vierteln im Ersatzgeschäft (Sanierung) und zu mehr als neunzig Prozent im Objektgeschäft verortet. Umsatzzuwächse gab es allerdings lediglich bei Kunststofffenstern und Holzfenstern mit Aluvorsatzschale (Holz/Alu).

Von den Insolvenzen von Swisswindows und Aerni sollen die übrigen Fensterproduzenten profitiert haben. Vor allem die beiden führenden Anbieter, Ego Kiefer und die 4B-Gruppe, legten nach Angaben der Marktforscher deutlich zu. Zusammen erreichten sie einen Marktanteil von rund 35 Prozent, womit der Schweizer Fenstermarkt künftig wohl von einem Duopol angeführt wird.

Wenngleich der weitere Konjunkturverlauf zum jetzigen Zeitpunkt schwer abzuschätzen ist, gehen die Analysten von einer leichten Ausweitung der Nachfrage und signifikant steigenden Erlösen aus. Sowohl für das laufende Jahr als auch für 2022 erwarten sie ein Umsatzplus von etwa 3,5 Prozent gegenüber Vorjahr.