Studie des IFH zum Innenstadthandel. Quelle: moerschy/Pixabay
Innenstädte werden immer weniger von Kaufinteressierten besucht. Quelle: moerschy/Pixabay

Branche im Blick

09. September 2021 | Teilen auf:

Studie des IFH zum Innenstadthandel

Was macht den Innenstadthandel in Zeiten der Digitalisierung aus? – so die Leitfrage der neuen gleichnamigen Schwerpunktstudie der IFH Förderer, die Professor Dr. Werner Reinartz, einer der Autoren, exklusiv bei der „Faszination Handel“, dem Jahreskongress der IFH Förderer, vorgestellt hat.

Konsumenten kaufen immer mehr online, die Passantenfrequenz sinkt, Läden schließen und die Attraktivität der Innenstädte verliert. Diese Entwicklung, die sich durch die Corona-Pandemie noch verschärft hat, trifft nicht nur stationäre Einzelhändler: Innerstädtische Gastronomie, Dienstleister und Kulturangebote verlieren gleichermaßen an Laufkundschaft. Um diesen Prozess besser zu verstehen, analysiert die Studie, was Innenstädte aus Sicht von Konsumentinnen und Konsumenten attraktiv macht, wie sich die Wahrnehmung deutscher Innenstädte in den letzten sechs Jahren entwickelt hat und welche Innenstadttypen in Deutschland existieren und welche ‚erfolgreicher‘ sind.

Die Studienergebnisse spiegeln deutlich die Herausforderungen der Innenstädte wider. So bewerten Konsumenten das Einzelhandelsangebot über die Zeit kritischer, besuchen die Innenstädte seltener und suchen – wenn sie mal dort sind – weniger Läden auf. Aber: Es gibt auch gute Nachrichten. So ist die wahrgenommene Gesamtattraktivität der Innenstädte über die Jahre gestiegen. Vor allem das Ambiente, die Gastronomie und Freizeitangebote werden häufig besser bewertet.

Wo Städte ansetzen können, um ihre Attraktivität zu steigern, zeigt eine Clusteranalyse, die fünf Innenstadttypen mit jeweils eigenen Stärken und Schwächen unterscheidet.

Die Schwerpunktstudie 2021 steht hier zum kostenfreien Download im Onlineshop des IFH Köln zur Verfügung: https://bit.ly/3n9KvYp