Eine Trendstudie, die Winkhaus in Zusammenarbeit mit Heinze durchgeführt hat, zeigt eine klare Verschiebung der Erwartungen im Markt. Lange Zeit galt die Überzeugung, dass Unternehmen nur durch kontinuierliche Innovationen langfristig wettbewerbsfähig bleiben können. Das Ergebnis zeigt aber: Statt immer neuer technischer Entwicklungen stehen für Fensterbauer, Architekten und Planer heute vor allem praxistaugliche Lösungen im Fokus – Produkte also, die im Alltag zuverlässig funktionieren, heißt es in einer Mitteilung.
Klassische Werte gewinnen an Bedeutung
Die Studie zeigt darüber hinaus, dass klassische Werte wieder an Bedeutung gewinnen: Qualität, Verlässlichkeit und partnerschaftliche Zusammenarbeit rücken stärker in den Vordergrund. Lösungen, die sich im täglichen Einsatz bewähren, werden damit zum zentralen Maßstab für die Bewertung von Herstellern in der Fenstertechnik.
Und: Sowohl Fensterbauer als auch Architekten und Planende erleben einen komplexeren Arbeitsalltag. Fensterbauer haben vor allem die Anforderungen des täglichen Projektgeschäfts im Blick, wie Montage, Abläufe und Lieferfähigkeit. Planende und Architekten denken hingegen stärker aus der Perspektive des Gesamtsystems: Für sie stehen Planungssicherheit und technische Integration im Vordergrund, teilt der Anbieter mit.
Demnach belasten Bürokratie und Fachkräftemangel rund die Hälfte der Fensterbauer. Hinzu kommen lange oder unsichere Lieferzeiten, die den Zeitdruck zusätzlich erhöhen – bei etwa einem Drittel der Betriebe ist er gestiegen. Bei Planenden dominiert der Kosten- und Zeitdruck: Für rund zwei Drittel ist dies ein entscheidender Faktor. Gleichzeitig gewinnen technologische Themen an Bedeutung, während Lieferketten und Materialverfügbarkeit herausfordernd bleiben.
„Für uns sind die Ergebnisse ein wichtiger Impuls, unsere Lösungen noch konsequenter an den tatsächlichen Bedürfnissen der Praxis auszurichten“, so Alfred Dinkelborg, Leiter Produktmanagement. Damit rücken nicht ausschließlich Produktneuheiten in den Vordergrund, sondern Ansätze, die Abläufe vereinfachen und zuverlässig funktionieren.
Wunsch nach Verlässlichkeit
Trotz unterschiedlicher Perspektiven ist für beide Zielgruppen die Produktqualität das wichtigste Auswahlkriterium für die Fenstertechnik. Das trifft bei 71 Prozent der Fensterbauer und 82 Prozent der Architekten und Planenden zu. Letztere legen großen Wert auf qualitativ hochwertige Lösungen: Ein Großteil achtet bei Fensterbeschlägen vor allem auf Bedienkomfort und Funktionalität, rund die Hälfte auf Langlebigkeit und Lebensdauer – Aspekte, die unmittelbar auf die Produktqualität einzahlen.
Im Projektalltag der Fensterbauer zeigt sich, wo fehlende Qualität Prozesse ausbremst. Denn Reklamationen gehören zur Realität: Ein Viertel berichtet von häufigen oder gelegentlichen Reklamationen. Hauptursache ist die Produktqualität – mit einigem Abstand folgen Montagefehler sowie Termin- und Lieferprobleme.
Innovation zeigt sich heute nicht nur im Produkt. Entscheidend ist, wie gut Hersteller ihre Kunden im Alltag unterstützen. So zählen für Fensterbauer schnelle Informationen und ein persönlicher Ansprechpartner. Planende und Architekten setzen vor allem auf technischen Support und Beratung. „Verlässlichkeit geht weit über das Produkt hinaus. Genau hier sehen wir unsere Aufgabe: die Branche mit qualitativ hochwertigen Produkten und Know-how zu unterstützen“, meint Alfred Dinkelborg.
Nachhaltigkeit: Anspruch der Planung, Nachfrage aus dem Markt
Das Thema Nachhaltigkeit rückt stärker in den Fokus, wird jedoch unterschiedlich interpretiert: Für 39 Prozent der Architekten und Planenden steht es als strategischer Zukunftstreiber im Kontext von CO₂-Bilanz und ganzheitlichen Konzepten wie zirkulärem Bauen. Insgesamt 59 Prozent der Fensterbauer sehen eine steigende Nachfrage nach nachhaltigen und energieeffizienten Lösungen, berichtet der Anbieter.
Für die Studie wurden 100 Fensterbauunternehmen und knapp 140 Architektur- und Planungsbüros zu ihren Anforderungen, Herausforderungen und Zukunftsthemen rund um die Fenstertechnik befragt, teilt das Unternehmen mit.
